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Neuss
Wanderer bekommen Vereinsheim

Neuss. An der Schillerstraße eröffnet der Eifelverein das Café "Plaudertasche". Von Christoph Kleinau

Zum ersten Mal in seiner 108-jährigen Geschichte verfügt der Eifelverein Neuss über ein eigenes Vereinsheim. Die Möblierung ist ganz und gar noch nicht so, wie sich der Vorsitzende Karlheinz Irnich das vorstellt. Aber allein die Tatsache, dass es diese Anlaufstelle gibt, setzt neue Ideen frei. Eine davon ist das Eifelcafé "Plaudertasche". Nächsten Donnerstag hat es zum ersten Mal geöffnet.

Geplaudert werde aus dem Nähkästchen, sagt Marlis Schäpers, die gemeinsam mit Regina Schilling und Helga Ruppe nun regelmäßig ins Eifelcafé einladen will. Jeweils für zwei Stunden wollen die drei Damen mit den Mitgliedern, die nicht mehr am Wander- und Ausflugsprogramm des Eifelvereins teilnehmen können, erlebte Geschichten wieder aufleben lassen. "Wir wissen noch gar nicht, was auf uns zukommt", sagt Schäpers. Aber sie hat sich vorbereitet: "Ich werde eine Geschichte vorlesen - und einen Kuchen backe ich auch."

Für den Traum vom eigenen Vereinsheim hatte der Eifelverein jahrelang immer etwas Geld auf die hohe Kante gelegt. Von diesem Kapitalstock muss Schatzmeisterin Adelheid Kreuzer aber jetzt nur so viel herausrücken, wie für die neue Küche und das Mobiliar nötig sind. Bei der Miete habe sich die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft (GWG) auf einen Preis eingelassen, der, so Irnich, "die finanzielle Situation unseres Vereins angemessen berücksichtigt".

Die GWG hatte dem Verein einige Objekte angeboten. Davon ausgesucht hat sich der Vorstand Räume im Souterrain des Hauses Schillerstraße 14. Ein Grund dafür: Direkt vor der Haustür ist eine Haltestelle der Buslinie 848. Barrierefrei!

Für die Mitgliederversammlung, die Irnich für kommenden Mittwoch einberufen hat, ist das eigene Vereinsheim zu klein. Diese Sitzung findet wie bisher um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus an der Drususallee statt. Aber mit Platz für bis zu 60 Personen ist das eigene Domizil groß genug für Vorträge, Vorstandssitzungen, Proben der Eifelvereins-Musikanten oder die gefragten Spielenachmittage.

Bei der Ausgestaltung des Wandererheims will Irnich die Mitglieder entscheiden lassen. Wünsche aber hat er schon: Eine kleine Eifel-Bibliothek möchte er einrichten und einen "Devotionalienschrank" haben. Darin sollen nicht zuletzt die Bänder zu sehen sein, die bei Wandertagen errungen wurden.

Quelle: NGZ
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