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Verbraucherzentrale Neuss
Warnung vor "Gratis"-Onlinespielen

Verbraucherzentrale Neuss: Warnung vor "Gratis"-Onlinespielen
Dorothea Khairat leitet die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Neuss an der Oberstraße 108. FOTO: A. Woitschützke
Neuss. Die Verbraucherzentrale in Neuss macht auf die Risiken von "Gratis"-Onlinespielen aufmerksam. Ein Geschäftsmodell ziele zum Beispiel auf das Abgreifen von persönlichen Daten.

So habe sich laut Verbraucherzentrale zum Beispiel das Unternehmen hinter dem Sommer-Hit "Pokémon Go", die Niantic Labs mit Sitz in den USA, den Zugriff auf viele Daten der Nutzer vorbehalten. Zudem sei in der Datenschutzerklärung festgeschrieben, dass alle gesammelten und gespeicherten Daten der Firma gehören - und zu Werbezwecken weiterverkauft werden können.

Zudem rückt die Verbraucherzentrale die sogenannten In-App-Käufe in den Fokus. Wer sich kostenfreie Spiele auf Handy, Tablet oder PC lade, sehe sich regelmäßig Verlockungen für schnelleres Zocken ausgesetzt - zum Beispiel, um schneller höhere Levels zu erreichen. "Doch ,Free to play' bedeutet keineswegs, dass Gamer hierbei kein Geld ausgeben können", betont Dorothea Khairat, Leiterin der Neusser Beratungsstelle der NRW-Verbraucherzentrale. Sie warnt vor "Spaßbremsen", die sich "ungeachtet des kostenlosen Anstrichs als echte Geldschlucker" erweisen können. "Denn durch In-App-Käufe ist es kinderleicht, zusätzliches Spielvergnügen für teures Geld freizuschalten." Oft seien es viele kleine Käufe, die sich am Ende zu einer großen Summe addieren.

Spiel: Pokémon Go - Alles was man wissen muss FOTO: Marcel Salven

Vor allem, wenn Kindern und Jugendlichen durch auf dem Smartphone hinterlegte Zahlungsmethoden der Einkauf im Spiel leicht gemacht wird, könne "Free to play" ein finanzieller Albtraum werden. Die Verbraucherzentrale rät Gamern zu prüfen, ob fürs Weiterkommen im Spiel In-App-Käufe zwingend notwendig ist. Sei dies der Fall, sei die Kostenfalle schon von vornherein ausgelegt. Auch wenn das Spiel auf virtuelle Währungen setze, kann dies den Sinn dafür vernebeln, dass bei Käufen "echtes Geld" ausgegeben wird. Ist ein Minderjähriger in die Kostenfalle getappt, können Eltern versuchen, die Käufe zu widerrufen.

Apps für Kinder - die richtigen finden FOTO: dpa, av

Um Kosten zu bremsen, empfiehlt die Verbraucherzentrale, auf Prepaid-Gutscheine für die jeweiligen App-Stores, in denen die Inhalte gekauft werden, zu setzen. Zusätzlich können In-App-Käufe mit einem Passwort geschützt werden oder auch vollständig deaktiviert werden.

Quelle: NGZ
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