| 00.00 Uhr

Neuss
Was sich Further im Alter wünschen

Neuss: Was sich Further im Alter wünschen
Tanja Segmüller, Gudrun Jüttner und Dr. Andrea Kuckert-Wöstheinrich (v.l.) stellten jetzt die Ergebnis einer Quartiersumfrage vor. FOTO: Anja Tinter
Neuss. Eine Quartiersumfrage sollte Anregungen von älteren Menschen erfassen. Von Bärbel Broer

Selbstbestimmtes Altwerden in den eigenen vier Wänden, eine bessere Infrastruktur, mehr Barrierefreiheit und gesundheitliche Versorgung sowie zusätzliche Freizeitangebote - das sind die wesentlichen Ergebnisse der Quartiersumfrage "Altwerden im Stadtteil Furth". Diese hatte das St.-Augustinus-Memory-Zentrum gemeinsam mit der Hochschule für Gesundheit Bochum und der Stadt Neuss im Dezember 2015 durchgeführt. Dafür wurden beim Nikolausmarkt 93 Menschen befragt. 66 Prozent von ihnen waren zwischen 55 und 75 Jahre alt, 14 Prozent zwischen 76 und 85. Die Ergebnisse sind vorwiegend aus weiblicher Sicht - denn zu 73 Prozent haben Frauen teilgenommen.

Die Auswertung stellten Dr. Andrea Kuckert-Wöstheinrich, Projektleiterin des St.-Augustinus-Memory-Zentrums, Tanja Segmüller, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bochumer Hochschule, sowie Gudrun Jüttner, städtische Koordinatorin "Netzwerk- und Quartiersarbeit im Seniorenforum" gestern vor.

"Wir wollen als Quartiershaus funktionieren", sagte Kuckert-Wöstheinrich, "und haben deshalb von älteren Menschen in der Furth deren Bedürfnisse erfahren wollen." Bezahlbare Helfer, die mal den Rasen mähen, vorlesen oder beim Einkaufen helfen sowie mobile Fahrdienste waren einige der Verbesserungsvorschläge. Auch die Erhaltung des "Jröne Meerke" war ein Wunsch vieler Befragter. Eine überdurchschnittlich positive Bewertung unter der Rubrik "Was läuft gut?" erhielten das kirchliche Engagement in der Furth, die Gemeindearbeit sowie städtische Angebote wie "Weg vom Sofa".

Nur mit der Note "ausreichend" wurden dagegen die Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Furth bewertet. "Daher muss verstärkt darüber informiert werden, wo, welche Hilfe zu erwarten ist", so das Resümee von Segmüller. Denn Angebote gebe es, "aber erst, wenn man betroffen ist, interessiert man sich dafür". Zudem werde das Memory-Zentrum seine offenen Angebote rund um Bildung und Freizeit weiter ausbauen, erklärte Kuckert-Wöstheinrich. Ein Sport-Projekt gemeinsam mit der TG Neuss sei bereits erfolgreich angelaufen.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Neuss: Was sich Further im Alter wünschen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.