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Neuss
Wasserfreuden beim "Spaß im Gras"

Neuss: Wasserfreuden beim "Spaß im Gras"
Drei Planschbecken stehen den Mädchen und Jungen beim Zeltlager auf der Bezirkssportanlage in Grimlinghausen zur Verfügung. Willkommene Orte bei den hochsommerlichen Temperaturen. FOTO: woi
Neuss. In dem Ferien-Zeltlager in Grimlinghausen haben schon über 100 Mädchen und Jungen ihre Zelte aufgeschlagen. Besonders beliebt sind im Moment alle Angebote in und auf dem Wasser. 30 Betreuer kümmern sich um die Kinder. Von Susanne Genath

Malte (12) räkelt sich auf einer Luftmatratze vor seinem Zelt in der Sonne. Und ächzt. "Es ist viel zu heiß", sagt der Selikumer. "Da war es letztes Jahr mit dem Regen besser." Zum zweiten Mal ist Malte beim Zeltlager "Spaß im Gras" auf der Bezirkssportanlage in Grimlinghausen dabei. "Ich finde es cool, dass wir hier zelten können und verpflegt werden." Auch Lena (16) hat das verregnete Zeltlager vom letzten Jahr noch in bester Erinnerung. "Nicht vom Beckenrand springen", erzählt sie schmunzelnd die Parole, als der Ascheplatz der Bezirkssportanlage vom Dauerregen unter Wasser gesetzt wurde. Dieses Jahr entspannt sie sich mit Freundin Giuliana (15) im Schatten gleich hinter dem Damm zur Erft. "Es ist toll, hier einfach nur zu sitzen. Irgend was passiert immer."

Seit 1997 organisiert das städtische Jugendamt zusammen mit dem Jugendzentrum der Malteser in Grimlinghausen sowie dem Jugendzentrum "Kontakt Erfttal" des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM) das elftägige Zeltlager - immer in den ersten beiden Wochen der Sommerferien. Diesmal sind schon über 100 Übernachtungsgäste sowie 35 Tagesgäste zu verzeichnen. "Die Kinder erleben eine Atmosphäre wie auf einem Campingplatz und können kommen und gehen, wie es ihnen gefällt", sagt Götz Barkey vom Jugendamt. "Ein solch offenes Angebot ist selten."

Bei fast allen Teilnehmern bleibt es deshalb in positiver Erinnerung. "Eltern, die selbst früher teilgenommen haben, bringen jetzt ihre Kinder hierhin", erzählt Klaus Winkels vom "Kontakt Erfttal", der das Lager seit 18 Jahren mit betreut. "Und auch unsere Betreuer sind ehemalige Teilnehmer. Einer ist jetzt sogar extra aus Innsbruck gekommen." Insgesamt kümmern sich 30 Frauen und Männer um die Zwölf- bis 16-Jährigen. Nur sechs von ihnen sind hauptamtlich im Einsatz, die übrigen 24 arbeiten ehrenamtlich, sind Praktikanten oder machen ein Freiwilliges Soziales Jahr. "Es macht Spaß, den Kindern so ein tolles Angebot direkt in Neuss zu bieten", sagt Winkels.

Lena erhebt sich von ihrem Schattenplatz und geht zu einigen Betreuern. "Ich brauche Sonnencreme", erklärt sie und hält ihre Arme zum Eincremen hin. Im Zelt gegenüber bemalen Kinder weiße Dreieckstücher, die Kopfbedeckungen werden sollen. An einem großen gelben Bauwagen hängt eine Übersicht des Tagesprogramms zum "Spahs imh Grahs" - in einer Schreibweise, die die Folgen von zuviel Sonneneinstrahlung auf den Kopf verdeutlicht. Besonders gefragt sind die Rafting-Touren, aber auch das Schwimmen in der Erft. "Dabei kann man sich schön abkühlen", erklärt der zwölfjährige Malte. Zur Sicherheit wird der Schwimmbereich abgetrennt, außerdem müssen die Kinder Schwimmwesten tragen.

"Wir überlegen uns jeden Morgen Passendes für den Tag", erklärt Alex Rohde vom Kinder- und Jugendzentrum der Malteser. So ist neben den drei Planschbecken auf der Wiese noch eine Wasserrutsche geplant - eine dicke Folie, die auf die Böschung des Erftdamms gelegt wird. Auch Nachtwanderungen, Kistenklettern und Geo-Caching stehen an. "Es können auch noch Kinder hinzukommen", sagt Klaus Winkels.

Quelle: NGZ
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