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Neuss
Weißer Trauermarsch für die Opfer von Gewalt und Terror

Neuss: Weißer Trauermarsch für die Opfer von Gewalt und Terror
Ghalia El Boustami hofft am Samstag auf viele Teilnehmer. FOTO: woi
Neuss. Einen Trauermarsch für die Opfer von Paris, "aber auch für alle anderen Opfer von Gewalt, zum Beispiel in Ankara, Syrien oder die russischen Absturzopfer" organisiert der Verein "Raum der Kulturen" am Samstag, 21. November, um 12 Uhr. "Wir laden alle Neusser ein, daran teilzunehmen und als Zeichen des Friedens eine weiße Kerze oder eine weiße Blume zu tragen", erklärt Vereinsvorsitzende Ghalia El Boustami.

Start ist vor dem Zeughaus (Markt 42-44). "Wir marschieren von dort aus gemeinsam am ,Raum der Kulturen' an der Oberstraße vorbei zum Stadtgarten und zurück", kündigt die Grünen-Politikerin an. "Keine Reden, keine Transparente. Verbundenheit in Vielfalt, Toleranz und Dialog."

Die Farbe Weiß stehe für Reinheit, sei in einigen Kulturen aber auch ein Zeichen der Trauer. Damit wende man sich gegen Blutvergießen in den verschiedensten Ländern. "Gerade muslimische Vereine wollen mit dem weißen Marsch ein klares Zeichen für eine offene, friedliche Gesellschaft setzen", sagt El Boustami. Denn die meisten Terrorakte weltweit - auch jetzt in Frankreich - werden zurzeit im Namen des Islam verübt.

Der Verein "Raum der Kulturen" wurde dieses Jahr gegründet und kümmert sich um die Begegnungsstätte neben dem Stadtarchiv, in der sich auch die Ostdeutsche Heimatstube befindet. Der Raum steht Migrantenvereinen und Kulturorganisationen zur Verfügung.

Ghalia El Boustami hofft am Samstag auf viele Teilnehmer. "Wir rechnen mit 300 bis 500 Menschen, Tendenz steigend", sagt sie. Mehrere Vereine seien dabei - aus muslimischen, aber auch nichtmuslimischen Kreisen. "Aus der Politik gibt es ebenfalls viele positive Rückmeldungen sowie von weiteren Bürgerinitiativen."

(sug)
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