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Neuss
Wendersplatz bleibt ohne Fußweg zur Rennbahn

Neuss. Das Stammgleis der Neusser Eisenbahn, das vom Hafen über den Wendersplatz verläuft, steht dem Bau eines neuen Fußweges zum Rennbahnpark im Wege. Wenn die Neusser Stadthafen GmbH mit Beginn der hochwasserfreien Zeit Anfang April die Entrümpelung dieses ungeordneten Platzes in Sichtweite des Quirinus-Münster in Angriff nimmt, bleibt so ein wesentliches Element des Ursprungskonzeptes ausgeklammert.

Schon im vergangenen Herbst sollte das Areal des Wendersplatz neu geordnet werden. Und zwar in einer Weise, so erläuterte der Stadthafen-Geschäftsführer Klaus Harnischmacher, dass keine Fakten geschaffen werden, "die uns später bei der Gestaltung des Areals einschränken würden." Gebaut wird also nicht - wohl aber abgerissen. Und dafür hat Harnischmacher nicht nur die Zustimmung von Beirat und Gesellschafterversammlung sondern auch die Abbruchgenehmigung. Die allerdings legt ihn auf einen Beginn nach dem 1. April fest, wenn mit Hochwasser nicht mehr zu rechnen ist.

Geplant ist, einen Bunker zu entfernen. Überflüssig und einer Neuordnung des Platzes im Wege ist ferner eine Rampe, auf der früher Schrott verladen wurde. Statt dessen sollen "möglichst viele Parkplätze" angelegt werden, sagt Harnischmacher. Kosten für dieses Paket: 45 000 Euro.

Weitere 20 000 Euro bewilligte der Beirat für einen neuen Fußweg, über den Wendersplatz als "Abkürzung" zum Rennbahnpark. Die Hochwasserschutzmauer sollte dazu einen breiten Durchgang bekommen, der Höhenunterschied zur tiefer liegenden Rennbahn mit einer breiten Treppe überwunden werden. Deren Bau hat Harnischmacher erst einmal abgeblasen. Denn die Querung des Stammgleises, die ursprünglich nur mit einem Andreaskreuz beschildert werden sollte, muss nach Angaben der Neuss-Düsseldorfer Häfen – wie die Querung der Hammer Landstraße auch – mit einer Lichtzeichenanlage gesichert werden. Durch diese Anforderung seien die Kosten auf 100 000 Euro geschnellt, sagt Harnischmacher.

Die Stadthafen GmbH hofft, dass in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Doch Karin Juretzka von der Abteilung Eisenbahninfrastruktur der Häfen kann solche Hoffnungen nicht nähren. "Wir müssen die Menschen schützen", sagt sie. Frei sind die Häfen in dieser Angelegenheit nicht. Denn die Querung muss auch die Billigung der Landeseisenbahnverwaltung finden.

Quelle: NGZ
 
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