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Neuss
Weniger Umsatz auf dem Neusser Grundstücksmarkt

Neuss. Der Gutachterausschuss hat den Grundstücksmarktbericht 2016 vorgelegt. Demnach wurde im vergangenen Jahr auf dem Neusser Grundstücksmarkt ein Gesamtumsatz von 415,4 Millionen Euro verzeichnet.

Damit bleibt der Gesamtumsatz zwar deutlich hinter dem Rekordjahr 2014 zurück. Damals waren es 508,5 Millionen Euro. Das hatte jedoch vor allem steuerliche Gründe: Wegen der Erhöhung der Grunderwerbssteuer zum 1. Januar 2015 hatten Käufer gerade gegen Ende 2014 noch verstärkt auf dem Markt zugeschlagen, um die höhere Steuer zu sparen. Im vergangenen Jahr pendelte sich der Umsatz laut Grundstücksmarktbericht wieder auf das Niveau von 2013 ein.

Bei den unbebauten Grundstücken zogen die Kaufpreise gegenüber 2014 um rund vier Prozent an. Der Mittelwert beim Kaufpreis für ein Baugrundstück in Neuss lag im vergangenen Jahr bei 360 Euro pro Quadratmeter. Besonders gefragt waren das Neubaugebiet in Allerheiligen sowie Holzheim. Die Preise für Ackerland zogen im Vergleich zu 2014 um knapp zehn Prozent an.

Bei Eigentumswohnungen ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Für eine neue Eigentumswohnung mussten die Bürger im Schnitt rund 2940 Euro je Quadratmeter zahlen. Besonders Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmeter Wohnfläche und gehobener Ausstattung sorgten für Umsatz auf dem Markt. Bei den gebrauchten Eigentumswohnungen stieg der Kaufpreis um sechs Prozent an. Hier wurden im Schnitt rund 1650 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Deutlich weniger Umsatz wurde bei den Ein- und Zweifamilienhäusern gemacht. 2015 wurden laut Grundstücksmarktbericht 52 schlüsselfertige Häuser verkauft. Im Mittel betrug der Kaufpreis rund 450.000 Euro. Das ist fast doppelt soviel wie bei den gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern, die auf den Markt kamen. Sie kosteten 2015 im Schnitt 290.000 Euro. Insgesamt registrierte der Gutachterausschuss 309 Käufe. Zudem wurden insgesamt 62 Mehrfamilienhäuser gehandelt.

Der gesamte Grundstücksmarktbericht für die Stadt Neuss sowie die Kommunen in NRW kann unter www.borisplus.nrw.de kostenfrei im Internet eingesehen werden. Dort finden sich zudem Bodenrichtwertkarten.

Quelle: NGZ
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