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Neuss
Wenn der Hoppeditz "medizinische Hilfe" braucht

Neuss: Wenn der Hoppeditz "medizinische Hilfe" braucht
Das Mäxchen aus dem Säckchen, die Norfer Variante des Hoppeditz, musste medizinisch aus seinem Sommerschlaf erweckt werden. FOTO: woi
Neuss. Der Norfer Narrenclub feiert einen stimmungsvollen Start in die fünfte Jahreszeit. Aber was war mit Mäxchen los? Von Ute Böhm

Geburtstag feiern sollte man, wenn sich ein Datum jährt. Wenn ein Karnevalsverein aber außerhalb der Session aus der Taufe gehoben wird, was tun? Der Norfer Narrenclub nahm's pragmatisch und feierte den närrischen 22. Geburtstag in der vergangenen Session und startete in die jüngste Karnevalszeit mit einem Jubiläumsempfang mitsamt Hoppeditz-Erwachen.

Das Mäxchen aus dem Säckchen, die Norfer Variante des Hoppeditz, musste medizinisch aus seinem Sommerschlaf erweckt werden. Zur Hilfe holte Vorsitzende Iris Gummersbach den designierten Neusser Prinzen Dieter IV. Hahn und den amtierenden Norfer Schützenkönig Bernhard I. Kleinalstede. Eine Spritze half auf die Beine und Max Platzek setzte auch gleich zu seinem Rückblick an. Ob Weltpolitik mit der Wahl Trumps zum US Präsidenten, die Verhandlungen zur Jamaika-Koalition in Berlin bis hin zum Diesel-Skandal mit der Aufforderung, doch besser in die Pedale zu treten, rechnete er mit den Ereignissen der Welt ab. Auch die Neusser Politik bekam ihr Fett weg, der Neusser Steuersegen, über den nicht klar ist, ob er in Neuss wirklich bleibt, bis hin zum Norfer Kirmesplatz, dem ein neuer Belag gut stehen würde.

Dann hatten die Tanzteufel ihren ersten Auftritt des Abends. Seit 2008 bereichern die akrobatischen Tänzerinnen die Veranstaltungen des kleinen Norfer Karnevalsvereins. Zum 22-Jährigen hatten die Narren um ihren Präsidenten Hellmut Gummersbach einen Festredner eingeladen. Günter Engels blickte auf die noch junge Geschichte der Norfer Narren. Zum Abschluss seiner Rede hatte der Laudator Anekdoten aus der Vereinschronik parat. So kaperten die Norfer in einem Jahr einen Linienbus, um pünktlich zum Zugstart in Neuss zu sein, denn die bestellten Taxen kamen nicht. Applaus brandete auf, als Engels zum Schluss bemerkte, dass Helmut Gummersbach inzwischen Rentner sei und damit die idealen Voraussetzungen als künftiger Karnevalsprinz erfülle. Geschmeichelt winkte der Präsident ab, schließlich führe er nicht den "Prinzen-Vornamen" Dieter. Mit einem gelungenen Jubiläumsempfang im Rücken können die Norfer Narren in die noch junge Session starten.

Quelle: NGZ
 
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