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Neuss
Werkzeugmaschinenhändler produziert eigenen Strom

Neuss: Werkzeugmaschinenhändler produziert eigenen Strom
Sven Mager (l.) und Michael Sauer im Raum mit der Brennstoffzelle.
Neuss. Viele Unternehmen investieren auch deshalb in eine umweltschonende Energieversorgung, weil es sich lohnt. Der Werkzeugmaschinenspezialist Noll GmbH aus Neuss hat es getan, obwohl es sich für ihn vorerst nicht rechnet.

Für rund 50.000 Euro ließen die Chefs Sven Mager und Michael Sauer eine Brennstoffzelle in den Heizungsraum und eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach bauen - eine mit gut 11.000 Euro geförderte Investition, die aber nicht die große Sparbüchse ist. "Das wussten wir vorher, aber Umweltschutz muss sich nicht immer kaufmännisch rechnen", sagt Sven Mager.

Das 1884 in Freiburg gegründete Unternehmen, das seit 1989 im Taubental ansässig ist und mit etwa 20 Mitarbeitern Werkzeugmaschinen namhafter Hersteller vertreibt, verbraucht im Jahr etwa 31.500 Kilowattstunden an Strom. Den produziert das Unternehmen nun weitgehend selbst über die Brennstoffzelle und die Photovoltaik-Anlage, außerdem liefert die Zelle Wärme, die in einem Wasserspeicher gespeichert wird. "Damit sind wir so gut wie energie-autark", sagt Sven Mager. "Wir speisen fast immer Strom ein." Die Brennstoffzelle wurde im Februar des vergangenen Jahres eingebaut, die Photovoltaikanlage kam im Sommer dieses Jahres dazu. Dafür erhielt das Unternehmen Fördermittel aus dem Programm Progres NRW von der Bezirksregierung Arnsberg und vom Bundesamt für Außenwirtschaft. "Wer sich dazu informieren möchte, kann sich gerne bei uns melden", sagt Mager.

(angr)
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