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Neuss
Wie fünf große Künstlerinnen zu "Gefallenen Engeln" werden

Neuss. Mit Musik hat sie es, mit dem Schauspiel sowieso. Und außerdem ist sie ein großer Fan von Marilyn Monroe: "Seit ich sechs Jahre alt bin", sagt die RLT-Schauspielerin Linda Riebau und lacht. Mehr als 20 Bücher über den Hollywood-Star besitzt sie - genug Stoff, um daraus Elemente für ein eigenes Stück zu filtern, bei dem Riebau zum ersten Mal auch gleich Regie führt.

Marilyn Monroe ist der Ausgangspunkt, von dem aus den "Gefallenen Engeln" geht, zu denen Riebau und Dramaturgin Alexandra Engelmann auch Judy Garland, Whitney Houston, Amy Winehouse und Billie Holiday zählen. Ihr Leben, ihre Musik haben die beiden recherchiert und daraus einen Musikabend geformt, der Schlaglichter auf berühmte Künstlerinnen werfen will, "von denen jede tapfer sein musste und doch gescheitert ist", sagen sie. Vielfach steckte ein Mann dahinter, aber auch die Erwartung des Publikums, die Anforderung eines Filmstudios. Riebau und Engelmann haben sich darauf konzentriert, Brüche herauszuarbeiten und wollen sie so zeigen, dass sie wie exemplarisch für jede Figur wirken. "Jede von ihnen hatte mit einem Image zu kämpfen", sagt Riebau und erzählt von Billie Holiday, die sich dunkler schminken musste, damit sie zu ihrer Band mit schwarzen Musikern passte. Musik gibt es natürlich auch, Sebastian Zurzutzki, der im RLT "Für immer 27" eingerichtet hatte, ist der Arrangeur.

Aber weil Riebau keinen "Frauenabend" konstruieren wollte, hat sie die Rollen auch mit Männern besetzt. Rainer Scharenberg und Richard Lingscheidt schlüpfen in die Rollen der Künstlerinnen ebenso wie Alina Wolff. "Ich finde es spannend, wie es ist, wenn Männer sich mit diesen Frauen beschäftigen und ihre großen Lieder singen", sagt Riebau. Den drei Kollegen hat sie zudem einen Rahmen gebaut: Sie treffen sich als Künstler auf einer Bühne und reden von der Sehnsucht, geliebt zu werden. Und sei es von einem Publikum.

Info Oberstraße 95, heute, 20 Uhr, Karten unter 02131 269933

(hbm)
 
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