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Neuss
Wo der Frühling bereits prächtig blüht

Neuss: Wo der Frühling bereits prächtig blüht
Blumen-Verkäufer Rüdiger Auerbach (l.) hat nicht viel Zeit. Bevor der Betrieb in seiner Baumschule morgens losgeht, müssen die Verkaufsregale gefüllt sein. Er weiß: Beim Endverbraucher kommen Frühlings-Blüher jetzt besonders gut an. Stefan Grett-Winkel von Landgard steht ihm beratend zur Seite. FOTO: christian kandzorra
Neuss. Bei Landgard im Hammfeld ist der Frühling schon angebrochen. Gefragt sind jetzt vor allem bunt blühende Pflanzen, wie etwa Primeln oder Stiefmütterchen. Worauf Händler achten - und welche Trends aktuell auf dem Vormarsch sind. Von Christian Kandzorra

Trübes Wetter, Wolken und Temperaturen um sieben Grad lassen noch keine großen Frühlingsgefühle aufkommen. Aber: Am heutigen 20. März ist kalendarischer Frühlingsbeginn. Und es soll aufwärts gehen mit den Temperaturen in den kommenden Wochen. Seit Anfang März ist auch der Blumen- und Pflanzengroßhandel Landgard im Gewerbegebiet Hammfeld auf den Saisonstart eingestellt. "Jetzt geht es bis Mai bei uns rund", sagt Marktleiter Stefan Grett-Winkel. Bei ihm macht sich die steigende Lust auf den Frühling sofort bemerkbar.

Reihenweise drängen sich die Blumenkarren auf dem sieben Hektar großen Areal mit den farbenfrohen Gewächsen, die schon jetzt nach Sommer duften - und wirklich Lust auf den Frühling machen. "Das ist die große Zeit des Blühsortiments", sagt Stefan Grett-Winkel, für den es selbst eine der schönsten, aber sicher auch stressigsten Zeiten des Jahres ist.

Das schnelllebige Geschäft bei Landgard startet schon um 6 Uhr morgens. "Da stehen bereits die ersten Händler Schlange. Denn viele von ihnen öffnen bereits um 8 Uhr ihre Geschäfte, die bis dahin gut mit neuen Blumen und Pflanzen gefüllt sein sollen", sagt Grett-Winkel, der seit etlichen Jahren in der "grünen Branche" aktiv ist und genau weiß, worauf seine Kunden achten.

"Das Preis-Leistungsverhältnis muss stimmen", sagt Rüdiger Auerbach, der Verkäufer in der Büdericher Baumschule "Wantikow" ist. Er ist bereits morgens um 4.30 Uhr auf den Beinen und durchforstet die Sortimente der Großhändler. "Ich werde auch bei Landgard immer fündig. Heute haben's mir die Primeln angetan", berichtet der 30-Jährige, der vor allem auf eine ausgeprägte, schön geformte Blüte und einen großen Topf achtet.

Viele der Blümchen - darunter auch die Primeln als bunte Frühlings-Klassiker - stehen bei Landgard im sogenannten Kalthaus, in dem die Temperaturen auf etwa fünf bis sieben Grad gehalten werden. "Wir müssen immer im Hinterkopf behalten, dass unsere Kunden die Blumen und Pflanzen selbst auch noch verkaufen wollen. Das Produkt soll schließlich noch frisch sein, wenn es beim Endverbraucher ankommt", erklärt Grett-Winkel die weniger frühlingshaften Temperaturen in den Landgard-Verkaufsräumen für die blühenden Gartenpflanzen, die übrigens von regionalen Erzeugern stammen.

"Gerade was diese Frühlingsblumen betrifft, ist die Region Niederrhein und das Ballungsgebiet Neuss-Düsseldorf sehr stark. Eine Vielzahl unserer bundesweit 2000 Lieferanten kommen aus dieser Region", erklärt Landgard-Sprecherin Andrea Kirchhoff, die auch von bestimmten Trends in der Branche spricht: "Das, was in der Einrichtungs- oder Modebranche aktuell angesagt ist, ist auch in der Pflanzenwelt gefragt. In diesem Jahr sind etwa Pastellfarben beim Endverbraucher beliebt. Und darauf müssen wir uns als Großhandel natürlich auch einstellen", sagt Kirchhoff.

Doch es sind nicht nur die bunt blühenden Zimmer- und Balkonpflanzen, die nach dem Winter stark gefragt sind. "Jetzt beginnt die Pflanzzeit. Auch größere Pflanzen, wie etwa Buchsbäume und andere Gartengehölze, können jetzt gesetzt werden", sagt Stefan Grett-Winkel.

Quelle: NGZ
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