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Serie Neusser Natur
Wo Kunst und Natur Hand in Hand gehen

Serie Neusser Natur: Wo Kunst und Natur Hand in Hand gehen
Ungewöhnlicher Durchblick: von Erwin Heerichs begehbaren Skulpturen in die Natur auf der Museumsinsel Hombroich. FOTO: Helga Bittner
Neuss. Die erste Tour der Reihe "Neusser Natur" führt am kommenden Samstag auf die Museumsinsel Hombroich - ein außergewöhnlicher Ort, denn Architektur, Kunst und Natur existieren hier nebeneinander und ergänzen sich.

Neuss (NGZ) Ganz im Süden von Neuss gibt es zwischen Autobahn und Erft ein kleines Paradies. Es ist 23 Hektar groß, ein Museum und lockt Besucher aus aller Welt an. Es ist eine Insel, aber nicht von Wasser umgeben. Eher eine Insel der Glückseligkeit. Die Rede ist von der Museumsinsel Hombroich. Sie ist der verwirklichte Traum des 2007 verstorbenen Düsseldorfer Immobilienmaklers und Kunstsammlers Karl-Heinrich Müller. In den 1980er Jahren hat der Düsseldorfer in ganz Europa nach einem Ort für seine Kunstsammlung gesucht und ihn schließlich in Neuss gefunden.

Am Samstag ist die Museumsinsel das erste Ziel der Reihe "Neusser Natur", zu der Neuss Marketing und die NGZ gemeinsam einladen. Der Düsseldorfer Künstler Hans-Willi Notthoff wird die Besucher durch das weitläufige Areal führen. Der 57-Jährige ist seit der Eröffnung der Insel Hombroich im Mai 1987 dort als Führer und Künstler tätig. Seitdem fasziniert ihn die "dialogische Situation". Denn die Insel Hombroich ist ein wirklich außergewöhnlicher Ort. Architektur, Kunst und Natur existieren hier nebeneinander, ergänzen und befruchten sich gegenseitig. Inmitten eines großen urwüchsigen Parks, zwischen Teichen und Wäldern, finden sich in luftigen Pavillons einzigartige und zugleich völlig unterschiedliche Kunstwerke.

Bei der "Neusser Natur"-Tour am Samstag soll vor allem die Natur im Vordergrund stehen. Schließlich war sie ausschlaggebend für Müllers Entscheidung, seine Sammlung an dieser Stelle zu präsentieren. Die Museumsinsel liegt an einer Bruchkante, einem früheren Ufer des Rheins. Drei Formen der Landschaftsgestaltung bieten dem Besucher die Möglichkeiten zur Entdeckung. Im tiefer gelegenen Teil - unterhalb der Bruchkante - geht es los. Hier befindet sich eine in den 1980er Jahren angelegte Auenlandschaft, bestehend aus Weiden, Wiesen und Tümpeln. Dahinter liegt der historische Park. Er ist Anfang des 19. Jahrhunderts von wohlhabenden Menschen angelegt worden, die dort ihr Sommerhaus hatten. Dieser Teil des Parks ist mit exotischen Pflanzen gespickt. Karl-Heinrich Müller fand dieses Gelände in einem verwilderten Zustand vor. Der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte legte die Strukturen wieder frei und ergänzte sie mit weiteren Anpflanzungen.

Oberhalb der Bruchkante schließlich liegt die Anfang der 1990er Jahre von Korte angelegte Terrassenlandschaft, an deren Rand sich ein Nutzgarten mit Obstwiesen befindet. Gepflegt wird das Areal von Gärtner und Landschaftsgestalter Burkhard Damm. Er verfolgt dabei Kortes Prinzip, "so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich" in die Landschaft einzugreifen. Auch wenn die Kunst am Samstag nicht Schwerpunkt sein wird, eine Botanikführung wird es ebenso wenig geben. "Ich möchte zeigen, wie Kunst und Natur hier im Dialog stehen, wie sie sich ergänzen und welche Parallelen es zwischen ihnen gibt", erklärt Hans-Willi Notthoff.

Bis Oktober laden Neuss Marketing und NGZ im Rahmen der Reihe "Neusser Natur" alle zwei Wochen zu Aktiv-Touren ein, um Neussern ihre Stadt unter ungewohnten Blickwinkeln näher zu bringen. Dabei soll der Blick vor allem auf Neusser Landschaften, Pflanzen und Naturphänomene gerichtet werden. Aber auch Tierarten, Neusser Gewässer und das Zusammenspiel von Kunst und Natur sollen die in der Quirinusstadt erlebbare Vielfalt zeigen. Die Reihe "Neusser Natur" ist die vierte Tourenserie mit Fotowettbewerb. Die Teilnehmer sollen nicht nur passive Zuhörer sein, sondern sich ihre Heimatstadt aktiv mit der Fotokamera erschließen. Begleitet wird die Reihe darum von einem Foto-Wettbewerb. Die schönsten Schnappschüsse zeigt Neuss Marketing auf seiner Homepage.

Quelle: NGZ
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