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Neuss
Wohnungs-Management für ganz Erfttal gefordert

Neuss. Die sich abzeichnende Rückkehr der LEG als Vermieter großen Stils in Erfttal wirft bei Mitgliedern des "Runden Tisches Erfttal" Fragen auf. "Erfolgt das alles zum Wohle der Mieter und des Stadtteils?", fragt Werner Schell. Der Vorsitzende des "Pro Pflege Selbsthilfenetzwerks" erinnert daran, dass die LEG 1999 - damals noch Wohnungsbaugesellschaft des Landes - die 384 Wohnungen an der Euskirchener Straße gegen erhebliche Poteste verkauft hat. Und nun die Rückkehr?

Dass der CDU-Stadtverordnete Heiz Sahnen den geplanten Kauf mit der Forderung nach einem Belegungsmanagement verbindet, um stabile Nachbarschaften zu sichern und das Gemeinwesen Erfttal zu stabilisieren, unterstützt Schell. Er geht sogar noch weiter. Er fordert ein Wohnungs-Management für den ganzen Stadtteil. Das käme zwar spät, würde aber hilfreich wirken, ist Schell überzeugt, der schon 2001 im Rahmen der "Zukunftswerkstatt Erfttal" dieses Instrument gefordert hatte. Das hätte, so Schell, dem Stadtteil manche Fehlentwicklung erspart.

Auch Sahnen erinnert sich ungern an den Verkauf 1999 ("eine Nacht- und Nebelaktion"), begrüßt aber die Rückkehr der LEG, die "im Umgang mit Mietern soziale und wohnungswirtschaftliche Verantwortung zeigt".

(-nau)
 
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