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Neuss
Zukunft der Neuhaus-Skulptur ist unklar

Neuss: Zukunft der Neuhaus-Skulptur ist unklar
Die "Endlosscheife" steht immer noch am Möbelhaus. FOTO: Woi
Neuss. Bei einem Museumsanbau wäre die Umsetzung eine Option gewesen. Nun muss neu überlegt werden.

Das Aus für die Jugendstil-Sammlung und den Erweiterungsbau des Clemens-Sels-Museum zieht eine Neuauflage der Diskussion über die Versetzung der Neuhaus-Skulptur, die am Möbelhaus Höffner steht, nach sich. Im Zuge der möglichen Bauarbeiten hätte die "Endlosschleife" mit versetzt werden können. Architekt Gernot Schulz hatte die Neuhaus-Arbeit in seinen bildlichen Darstellungen des Erweiterungsbaus auf Anregung von Kulturdezernentin Christiane Zangs auch eingebaut.

Nach ihren Worten liegt der Ball nun wieder im Feld der Politik. Dass das fünf Meter hohe Kunstwerk am Möbelhaus in unmittelbarer Nähe des rund 45 Meter hohen Werbepylons an Wirkung verloren hat, ist unstrittig. Nicht zuletzt, weil auch die "Kommission Kunst im öffentlichen Raum" der Stadt mit Professor Christoph Brockhaus, dem ehemaligen Direktor des Duisburger Lehmbruck-Museums, an der Spitze, dafür votiert hatte, die Skulptur umzusetzen. Seit 1997 steht die Stahlarbeit wie ein Stadteingangszeichen vor oder hinter (je nach Sichtweise) der Kardinal-Frings-Brücke, hatte aber die ganzen Jahre ringsum kein verbautes Umfeld.

Keine Chance: Platz am Museumsanbau. FOTO: g.. schulz : architektur GmbH

Die Begehung der Kommission war auch mit der Suche nach einem Standort verbunden. Am Ende kam der Stadtgarten heraus - auch weil der 1999 gestorbene Künstler Josef Neuhaus sich immer für die Grünfläche am Clemens-Sels-Museum ausgesprochen hatte. Verwirklicht wurde das jedoch nie, weil der Sponsor damals den jetzigen Standort favorisierte.

Rund 56.000 Euro würde die Umsetzung kosten, dass sich das Möbelhaus an den Kosten beteiligt, wurde bereits verworfen. Die Kulturverwaltung hatte dazu erklärt, dass sie es für "problematisch" halte, den Möbelhausbesitzer Krieger offiziell um eine Spende oder Kostenübernahmen zu bitten, "da noch nicht abschließend geklärt ist, ob sich seine Firma mit weiteren Grundstücksgeschäften in Neuss engagieren wird oder nicht". Gemeint sind damit die Restflächen im Hammfeld II. Die Stadt müsse in diesem Punkte "unbelastet" agieren können, heißt es, "so dass das Akquirieren einer Spende in jedem Fall aus Compliance-Gründen ausscheiden muss".

Und schon im Zuge dieser Diskussion war klar geworden, dass die Kulturverwaltung keine Chance sieht, die benötigte Summe in ihrem Etat bereitzustellen.

Daran hat sich nach Aussage von Christiane Zangs bis heute nichts geändert: "Die Politik muss entscheiden, wie und ob es weitergeht." Frühestens bei der Sitzung des Kulturausschusses im September könnte das Thema wieder zur Sprache kommen.

(hbm)
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