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Neuss
Zuschlag erteilt: Kolping kann seine Arbeit fortsetzen

Neuss. Die Freude ist groß beim Kolping-Bildungswerk: Es kann seine seit vier Jahren laufenden Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BVB) für zwei Jahre fortsetzen, gegebenenfalls sogar vier Jahre. Die Bundesagentur für Arbeit hat der Einrichtung in einer Ausschreibung erneut den Zuschlag erteilt. "Damit haben wir Angebote für rund 270 Jugendliche und die Arbeitsplätze von über 30 Mitarbeitern vorerst gesichert", sagte Beate Hendges, die Neusser Standortleiterin. Jetzt wurde die frohe Nachricht bei einem Sommerfest verkündet, bei dem auch Gerd Meyer, Gesamtgeschäftsführer des Diözesanverbandes Köln, zu Gast war. "Ich habe das Schreiben gerade erst auf den Tisch bekommen", berichtete er.

Insgesamt sind beim Neusser Kolping-Bildungswerk 74 Mitarbeiter verteilt auf sechs Häuser tätig. Sie bieten insgesamt zehn Maßnahmen an. Gefeiert wurde jetzt im Kolping-Haus an der Adolfstraße 12, in dem in Kürze die zweite sogenannte Produktionsschule in Neuss startet. Sie ersetzt das bisherige Werkstattjahr und richtet sich an Jugendliche, die nach der Schule keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Die Nachfrage in Neuss sei schon jetzt größer als erwartet. Interessierte Jugendliche könnten sich aber noch melden (Kontakt: 02131 880860).

Zur Arbeit des Kolping-Bildungswerkes gehört auch ein Austausch mit einer Berufsschule im ukrainischen Jareski/Poltawa. Dort helfen Neusser Jugendliche in einem zweiwöchigen Auslandspraktikum bei nötigen Reparaturen in der Schule. Im Moment ist der Gegenbesuch da: fünf ukrainische Jugendliche und vier erwachsene Begleiter. "Zuerst hatten sie etwas Heimweh, aber jetzt gefällt es ihnen hier gut", berichtet Betreuerin Olga Tschub lächelnd. Ziel des Austauschs, der vom Landschaftsverband Rheinland unter dem Titel "Jugend gestaltet Zukunft" gefördert wird, sei es, Fremdenhass vorzubeugen.

(sug)
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