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Neuss
Zwei evangelisch-freikirchliche Gemeinden fusionieren

Neuss. Noch muss vieles besprochen und geregelt werden, doch eins steht fest: Die Immanuel-Gemeinde Neuss an der Rheintorstraße und die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (EFG) Neuss am Weißenberger Weg wollen gemeinsam in die Zukunft schreiten. Im Dezember vergangenen Jahres beschlossen die Gemeindemitglieder die Fusion. "Wir hoffen, dass sie im März vollzogen ist", sagt Pastor Helmut Schmidt. Von Susanne Genath

Hintergrund sei die personelle Ausstattung. "Die EFG hat seit einiger Zeit keinen Pastor mehr und uns deshalb die Fusion vorgeschlagen", berichtet Schmidt. Bei "Gästegottesdiensten" lernten sich die insgesamt 60 Mitglieder beider Gemeinden kennen und stellten fest: Es passt. "Auf einer Mitgliederversammlung waren dann alle damit einverstanden, künftig gemeinsame Gottesdienste zu feiern."

Schon jetzt werden diese Sonntagstreffen regelmäßig in der Auferstehungskirche am Weißenberger Weg gehalten. "Voraussichtlich wird das auch so bleiben. Aber das muss erst noch entschieden werden", sagt Schmidt. Er ist seit rund zehn Jahren Pastor in der Immanuel-Gemeinde und jetzt der einzige für beide Gemeinden. Als solcher ist er auch Mitglied der fünfköpfigen Leitung beider Gemeinden.

"Es sind noch viele Fragen zu klären", berichtet Schmidt. "Unter anderem müssen der administrative und der geistliche Bereich geregelt werden." Zum Beispiel, wie künftig die Gottesdienste gefeiert werden sollen. "Anders als bei Gemeinden, die der evangelischen Kirche angehören, können unsere Mitglieder sehr viel mitbestimmen." Man habe aber schon die gemeinsamen Werte und den Auftrag der fusionierten Gemeinde erarbeitet.

Die Mitgliedschaft in einer Freikirche beruht auf einer persönlichen Entscheidung. Deshalb findet auch keine Taufe im Säuglingsalter statt. Die Gemeinden finanzieren sich zudem nicht durch die Kirchensteuer, sondern durch freiwillige Beiträge der Mitglieder. Zu den größten und bekanntesten Freikirchen in Deutschland und weltweit gehören die Baptisten und die Pfingstler. Die Immanuel-Gemeinde ist Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Die EFG gehörte bislang zu den Baptisten.

"Wir brauchen für die Fusion noch viel Gottes Segen, aber wir sind auf einem guten Weg", sagt Schmidt. Das ist ebenfalls aus der Stellungnahme beider Gemeinden zur Fusion im Internet herauszulesen. Man sehe durch den gemeinsamen Weg, "eine ungemein große Vielfalt, die sich derzeit in den Gottesdiensten widerspiegelt. Das ist auf den ersten Blick ein sehr großer Gewinn".

Quelle: NGZ
 
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