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Radevormwald
100 Schüler angemeldet – Sekundarschule gegründet

Radevormwald: 100 Schüler angemeldet – Sekundarschule gegründet
Die Stadt will gemeinsam mit den Eltern das Profil der Schule entwickeln. FOTO: Petersen (BM-Archiv)
Zweiter Anlauf war erfolgreich: Genügend Eltern haben sich für die neue Schulform entschieden. Realschule läuft aus. Von Joachim Rüttgen

Bürgermeister Johannes Mans wollte ganz sicher gehen und wartete geduldig die Prüfung der Bezirksregierung ab. Nachdem bis Mittwoch, 17 Uhr, Anmeldungen für die Sekundarschule möglich waren, folgte das Warten. Dann die erlösende Nachricht des Leiters für das Anmeldeverfahren: 100 Eltern haben ihre Kinder an der neuen Schule angemeldet.

Damit gilt die Sekundarschule als gegründet. Die Genehmigung der Bezirksregierung zur Gründung lag nämlich schon länger bei der Stadt vor. "Sie ist aber gekoppelt an die Anmeldezahlen", sagte Mans, der sich erleichtert zeigte und von einer "zukunftsweisenden Entscheidung" sprach.

Die Konzeptgruppe, die sich unermüdlich für die Gründung eingesetzt hatte, wird nun alle Eltern informieren und intensiv an der Umsetzung arbeiten. Nachdem der erste Versuch im Februar 2014 gescheitert war, weil nur 62 statt der benötigten 75 Eltern ihr Kind angemeldet hatten, geht es nun darum, dass die Lehrerstellen von der Bezirksregierung freigegeben werden, um die Schule nach den Sommerferien in den Räumen der Hauptschule starten zu lassen.

"Das wollen wir weiter im engen Dialog mit den Eltern tun", sagte Mans. Gemeinsam mit den Lehrern werde man das Profil der Schule schärfen. Allerdings habe die Stadt ein "Luxusproblem", denn statt der geplanten Dreizügigkeit werde mit der Bezirksregierung überlegt, die neue Schule mit vier oder fünf Eingangsklassen zu bilden. "Wir werden das Raumkonzept überarbeiten und entsprechende Anträge stellen", sagte Mans. Zuvor müsse die Politik mit einbezogen werden und möglicherweise noch eine Ratsentscheidung nötig sein.

Mit der Gründung der Sekundarschule ist auch klar, dass nach dem Auslaufen der Hauptschule ab sofort auch keine neuen Schüler mehr an der Realschule angemeldet werden können. Diese Schulform wird in den kommenden fünf Jahren mit den letzten Jahrgängen ebenfalls auslaufen. "Sekundarschule und Gymnasium – das ist eine gute Lösung, weil wir auch künftig alle Schüler in der Stadt unterrichten können", sagte Mans. Auch der Schulausschussvorsitzende Thomas Lorenz war froh. "Wir haben es geschafft, eine breite Basis in den Prozess der Gründung einzubinden und durch viele Gespräche, Infoveranstaltungen und die professionelle Begleitung der Uni Duisburg die Eltern von der neuen Schulform überzeugt", sagte er.

Wichtig sei es nun aber auch, die Realschule in den kommenden Jahren als vollen Bestandteil der Schullandschaft zu sehen. "Die Schule muss noch fünf Jahre gute pädagogische Arbeit leisten", sagte er. Er appellierte an alle Beteiligten, wieder zur Normalität zurückzukehren.

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