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Radevormwald
100.000 Euro für die Wupperorte

Radevormwald: 100.000 Euro für die Wupperorte
FOTO: Hertgen Nico
Radevormwald. Zwei Mal hat das Projekt Leader Radevormwald berücksichtigt. Das Freizeitgelände des Dahlerauer TV wird aufgewertet, zwei neue Draisinen können bald auch Behinderte nutzen. Von Wolfgang Scholl

15 Projekte wurden bei Leader eingereicht, acht sind berücksichtigt worden und zwei davon sind auch Rade. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Projekts Leader Bergisches Wasserland. Etwa 100.000 Euro erhält der Dahlerauer TV (DTV) für die Aufwertung seines Geländes in Obergrunewald. "Der Verein muss weitere 60.000 Euro aufbringen und kann zwei Tennisplätze in einen Multifunktionsplatz und zu einem Beachfeld umbauen", sagt Regionalmanager Martin Deubel, dessen Büro in Leichlingen sitzt. Der DTV muss jetzt die entsprechenden Bauanträge stellen und dann auch den Antrag für die Bezirksregierung fertigstellen. "Wir werden dem Verein bei diesen Arbeiten zur Seite stehen und ihn unterstützen", versprach Deubel.

Sehr zufrieden ist auch die Vereinsvorsitzende des Dahlerauer TV, Gila Hüssing, die sich seit eineinhalb Jahren mit dem Projekt ihres Vereins beschäftigt hat. Zusammen mit Karlo Sauer, Axel Wiehager, Mirjam Hartmann und Peter Duda hatte sie die ersten Anträge erarbeitet. "Das war eine gute Nachricht, als ich davon erfuhr. Wir freuen uns unheimlich", sagte sie gestern. Sie gehört zu dem Entscheidungsgremium, musste aber den Raum verlassen, als über das Projekt des DTV beraten und entschieden wurde. "Das waren sehr enge Entscheidungen, weil es sehr gute Projekte aus den verschiedenen Kommunen gab", ergänzte sie. Der DTV-Vorstand wird sich jetzt Angebote zu den verschiedenen Bereichen einholen und dann den Antrag genau ausformulieren. Es sei sehr schön, dass sich die Mühen der beiden vergangenen Jahre gelohnt hätten.

Armin Barg, der Vorsitzende des Vereins Wuppertrail, wird sich jetzt mit Martin Deubel in Verbindung setzen und auch mit dem Produzenten der Draisine. "Wir werden einen Teil der Arbeit in Eigenregie erledigen", sagt Barg. Das Projekt rollstuhlgerechte Draisinen für etwa 13.000 Euro umfasst den Kauf der Draisinen und der Einstiegshilfen an den verschiedenen Bahnhöfen. "Wir dürfen bis zu 60 Prozent der Einstiegshilfen in Eigenleistung erbringen", sagt Barg.

Draisinen von Wuppertrail können demnächst auch von gehbehinderten Personen und Rollstuhlfahrern genutzt werden. FOTO: Radtke/Grafik Leader

Sehr zufrieden ist auch der Beigeordnete Frank Nipken. Er ist froh, dass die Stadt mit zwei Projekten berücksichtigt worden ist. "Das ist eine sehr gute Nachricht für die Stadt, besonders auch für die Wupperorte", sagt er. Er sehe das als Einstieg in die weitere Unterstützung des Stadtteils. "Schön ist deshalb, dass beide Projekte der Wupper Berücksichtigung gefunden haben", sagte der Beigeordnete.

CDU-Kreistagsmitglied Christian Viebach sieht einen "riesigen Erfolg" für die Wupperorte, weil sie erstmals bei einem öffentlichen Projekt Berücksichtigung finden. "Das ist ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung dieses Stadtteils, ein Zeichen, dass dort weitere Veränderungen kommen werden", sagt Viebach, der sich seit einiger Zeit als Bindeglied zwischen Kreis (Kreisausschuss), Regionalmanagement und Stadt für die Leader-Projekte eingesetzt hat.

Quelle: RP
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