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Radevormwald
1,5 Millionen Euro für den Brandschutz

Radevormwald: 1,5 Millionen Euro für den Brandschutz
Die letzten großen Sanierungsarbeiten im Bürgerhaus gab es bis zum Jahresende 2011. Damals wurden als energetische Verbesserung die Fenster erneuert. Dazu kam teilweise ein Außenanstrich. FOTO: Nico Hertgen (Archiv)
Radevormwald. Der Stadt muss in den nächsten Jahren zwei große Brandschutz-Projekte in Angriff nehmen. Eine Million Euro werden für das Bürgerhaus benötigt, etwa 500.000 Euro für das Realschulgebäude. Umgebaut werden soll von 2016 bis 2018. Von Wolfgang Scholl

Der Düsseldorfer Flughafen-Brand vom 11. April 1996 wirkt auch heute noch nach. Zahlreiche Brandschutzbestimmungen sind im Laufe der Jahre verschärft worden. Ein Ergebnis ist die Forderung nach einem zweiten Rettungsweg, wenn zum Beispiel in einem Schul- oder einem anderen öffentlichen Gebäude umgebaut wird.

Die Stadt hat nach dem Umbau in den großen Turnhallen (Licht) und im Gebäude des Theodor-Heuss-Gymnasiums (Brandschutz) jetzt zwei weitere Projekte im Blick. "Wir werden die Brandschutzertüchtigung im Bürgerhaus und in der Realschule in Angriff nehmen", sagt Michael Faubel, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement. Die Gesamtkosten werden nach ersten Planungen von zwei Gutachtern auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Ziel der Verwaltung ist es, in der Realschule im kommenden Jahr tätig zu werden und 2017/2018 im Bürgerhaus. "Wir haben beschlossen, dort erst zu beginnen, wenn das Jubiläumsjahr 2016 beendet ist", sagt Michael Faubel. Die Mittel sollen in die Haushaltsvorschläge 2017 und 2018 eingestellt werden.

Faubel schätzt, dass das Bürgerhaus wegen der Arbeiten für eine Zeit von neun bis zwölf Monaten geschlossen werden muss und als Ausweichort für zahlreiche Veranstaltungen die Aula der Grundschule Stadt ausgewählt wird. Man müsse im Bürgerhaus kontinuierlich durcharbeiten, um die Kosten zu senken und im Rahmen zu halten. In der Realschule können Klassen zeitweise ins Hauptschulgebäude wechseln. Da sei man flexibler. Ein Aufstellen von Pavillons wie zeitweise am Gymnasium will die Verwaltung aus Kostengründen vermeiden. "Die Details solcher Planungen werden wir im Herbst festlegen und mit den Betroffenen besprechen", sagt der Gebäudemanager. Im Bürgerhaus werden die Arbeiten den Einbau einer neuen Brandmeldeanlage umfassen, aber auch die Erneuerung der kompletten Elektrik und der Lüftungsanlage. Wahrscheinlich gibt es noch weitere Verbesserungen. Dazu gibt es derzeit noch Überlegungen.

In der Realschule werden die Ausgaben etwa eine halbe Million Euro betragen. Sie umfassen die Erneuerung der Rettungswege im und außerhalb des Gebäudes. In Teilen müssen Außentreppen als weiterer Rettungsweg an das große Gebäude an der Hermannstraße angesetzt werden. Ebenso müssen wie im Gymnasium zahlreiche Türen im Inneren ausgetauscht und durch Brandschutztüren ersetzt werden. Auch die Elektrik muss auf den neuesten Stand gebracht werden.

Aufgabe des Kämmerers ist es derzeit, die Mittel für die nächsten Haushaltsjahre bereit zu stellen. "Wir sind derzeit dabei, den Haushaltsplan für 2016 zu erstellen", sagt Nipken. Im September soll das Gerüst für 2016 stehen, so dass der Haushaltsplan in die Ratssitzung am 21. Oktober eingebracht werden kann. "Wahrscheinlich wird die Brandschutzertüchtigung der Realschule einen wichtigen Posten darstellen", sagt Nipken. Das Bürgerhaus könnte dann 2017/2018 folgen.

Quelle: RP
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