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Radevormwald
1925 - 14 Pfarreien und ein Rektorat

Radevormwald. Radevormwald ist erst spät zum Dekanat nach Wipperfürth gewechselt.

Im Mittelalter gehörten Wipperfürth und Lindlar dem Dekanat Deutz an. 1827 ordnete der Kölner Erzbischof Graf Spiegel das Erzbistum Köln neu und unterteilte es in 44 Dekanate. Aus den Pfarreien Bechen, Frielingsdorf, Kürten, Lindlar, Olpe, Thier, Wipperfeld, Wipperfürth, Belmicke, Engelskirchen, Gimborn, Gummersbach, Hohkeppel und Marienheide wurde das Dekanat Wipperfürth gegründet.

Welche große Bedeutung dem Dechanten damals zukam, macht eine Dienstanweisung der Erzbistums aus dem Jahr 1827 deutlich: "Der Dechant ist das Organ der Erzbischöflichen Behörde (...) zur Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung in Kirchensachen, zur Entfaltung einschleichender, vom rechten Wege abführenden Gebräuche und zur Ausführung und Handhabung neuer obrigkeitlicher Einrichtungen und Vorschriften (...)".

Eine Neuordnung erfolgte 1925, als Erzbischof Kardinal Schulte ein neues Dekanat Gummersbach einrichtete. Denn Gummersbach war industriell geprägt, Wipperfürth überwiegend ländlich. Dazu kam die große Zahl der Pfarreien und die großen Entfernungen. Das neue Dekanat Wipperfürth umfasste nunmehr 14 Pfarreien und ein selbstständiges Rektorat: Agathaberg, Bechen, Biesfeld, Egen, Frielingsdorf, Kapellensüng, Kreuzberg, Kürten, Linde, Lindlar, Offermannsheide, Olpe, Thier, Wipperfeld und Wipperfürth.

Heute umfasst das Dekanat Wipperfürth die Pfarreien der Städte Wipperfürth, Lindlar und Radevormwald/Hückeswagen. Zu den bekanntesten Dechanten zählten Johann Wilhelm Dünner (Dechant von 1839 bis 1863), Joseph Mäurer (1942 bis 1974) und Hanspeter Steinbach (1974 bis 2001). Der letzte Dechant war der Lindlarer Pfarrer Stephan Pörtner (bis 2015), der eine Zeit lang auch in Radevormwald tätig war.

(cor)
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