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Radevormwald
20 Jahre Rädereichen auf 25 Seiten

Radevormwald: 20 Jahre Rädereichen auf 25 Seiten
Hans Dürhager ist Mitglied des Bergischen Geschichtsvereins und verfügt über tiefgehende, ortshistorische Kenntnisse. FOTO: Hertgen (Archiv)
Radevormwald. Hans Dürhager hat die Chronik über seinen Heimatort fortgeschrieben. Die Neuauflage ist bereits vergriffen. Im Stadtarchiv, in der Stadtbücherei und der Heimatstube haben Radevormwalder die Möglichkeit in der Chronik zu lesen. Von Flora Treiber

Hans Dürhager hat seine Chronik über die Ortschaft Rädereichen mit fast 92 Jahren noch einmal drucken und neu auflegen lassen. Das Buch "Zur Geschichte der Ortschaft Rädereichen in der Stadtgemeinde Radevormwald" erschien 1998 zum ersten Mal. Die kleine Auflage von 120 Exemplaren war damals schnell vergriffen. Gleiches gilt für die neuen 30 Exemplare, die sich mit den Veränderungen seit 1998 auseinandersetzen. "In den letzten 20 Jahren ist in Rädereichen viel passiert. Geschichte ist mein Hobby, deswegen war es mir wichtig die Chronik fortzuführen", erklärt Dürhager.

Eigentlich sollte die Erweiterung der Chronik schon viel früher gedruckt werden, aber der Verlust seiner Ehefrau saß dem Historiker lange in den Knochen. "Meine Frau hat mich bei meinen Recherchen unterstützt und mir den Rücken freigehalten. Dieses Jahr habe ich zum Glück wieder die Kraft und Zeit gefunden, weiter an der Chronik zu arbeiten", sagt er.

Die wichtigsten Veränderungen für die kleine Ortschaft in Radevormwald hat das benachbarte Gewerbegebiet mit sich gebracht. Neben vielen neuen Arbeitsplätzen hat sich der Verkehr vermehrt und Rädereichen zu einem viel passierten Ort gemacht. Positiv für Rädereichen hat sich die Veränderung der Kreuzung Richtung Hückeswagen ausgewirkt. Seit 2005 sorgt an dieser Stelle ein Kreisverkehr für fließenden Verkehr. "Die Kreuzung hat in ihren letzten Jahren viele Opfer auf dem Gewissen gehabt. Für uns Anwohner war die Kreuzung ein schwarzer Fleck. Der Kreisverkehr war an dieser Stelle genau richtig."

Hans Dürhager ist Mitglied des Bergischen Geschichtsvereins und verfügt dank seiner Familie über tiefgehende, ortshistorische Kenntnisse. Alle Informationen, die er in seiner Chronik teilt, hat er über Gespräche mit Verwandten und Anwohnern sowie über das Stadtarchiv zusammengetragen. Dort liegt auch eine Ausgabe der neuen Chronik aus. In der Stadtbücherei und der Heimatstube haben Radevormwalder zusätzlich die Möglichkeit in der Chronik zu lesen. Zu entdecken gibt es neben den Texten viele Fotografien, die Rädereichen im Zeitraffer zeigen. Hans Dürhager hat vor 30 Jahren ein Fernstudium der Fotografie absolviert und war in Radevormwald viel mit der Kamera unterwegs. Ob es in den nächsten Jahren eine zweite Erweiterung der Chronik gibt, weiß er noch nicht. "Das wird meine Gesundheit entscheiden, aber eigentlich habe ich alles geschrieben, was ich schreiben wollte." Jetzt will er sich erstmal wieder mehr seinem anderem Hobby, dem Singen widmen. Im Radevormwalder Männerchor singt er den zweiten Tenor. Langweilig wird es Hans Dürhager auf jeden Fall nicht. "Ich stelle mich immer neuen Aufgaben und beteilige mich aktiv am Leben der Stadt."

Quelle: RP
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