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Radevormwald
40 Jahre für den Martini-Chor im Einsatz

Radevormwald. Der Chor ehrt Manfred Zeitschner für seine langjährige Tätigkeit. Im Posaunenchor spielt er bereits seit 61 Jahren. Von Flora Treiber

Manfred Zeitschner singt seit 40 Jahren im Kirchenchor der Martini-Gemeinde und wurde am Donnerstag offiziell für seine langjährige Treue geehrt. Seine Ehefrau, Rosemarie Zeitschner, ist bereits 1960 in den Kirchenchor eingetreten. "Als sie donnerstags zu den Proben ging, habe ich auf unsere kleinen Kinder aufgepasst", sagte Zeitschner.

Als die Kinder des musikalischen Ehepaares dann groß genug waren, um wenige Stunden alleine zu Hause zu bleiben, lockte es Manfred Zeitschner auch in den Kirchenchor. "Damals hatte ich schon mehr als 20 Jahre im Posaunenchor hinter mir und wollte noch mehr Musik machen. Den Einstieg als Sänger hat mir damals Hugo Tacke erleichtert. Er war eine große Hilfe und hat mir sehr viel beigebracht. Ich habe mich an ihm orientiert", sagt Zeitschner. Seitdem ist der Sänger jeden Donnerstag zu den Proben an der Uelfestrasse gegangen.

Der damalige Chorleiter, Christoph Nickisch, hat ihn zu dem Sänger gemacht, der er heute ist. Vor drei Jahren übernahm die musikalische Leitung Matthias Tscharn. "Langjährige Mitglieder sind eine Bereicherung für den ganzen Chor und wirken stabilisierend. Neue Stücke können dank ihrer Hilfe schneller gelernt werden", sagt Tascharn. "Es gehört viel Energie dazu, einem Chor 40 Jahre treu zu bleiben."

Wenn es nach Manfred Zeitschner geht, hört seine Arbeit als Bass-Sänger im Kirchenchor nie auf. "Ich gehe erst, wenn meine Gesundheit nicht mehr mitspielt", sagte der 75-Jährige. Für ihn ist sowohl der Kirchen- als auch der Posaunenchor viel mehr als nur ein Hobby. "Meine Frau und ich geben immer unser Bestes", sagt er.

Nach der Ehrung ging die Jahresversammlung des Chores mit einer Wiederwahl des gesamten Vorstandes und einem Ausblick auf das diesjährige Programm weiter. Nach dem Gottesdienst am Aschermittwoch steht das nächste große Konzert zu Ostern an. "Anlässlich des Stadtjubiläums sind keine Konzerte von uns geplant", sagt Tscharn. Einzige Programmänderung für 2016 ist ein Chorausflug im August. "Außerdem wollen wir das Jahr nutzen, um unser Repertoire zu erweitern", sagt der Dirigent. Die klassischen Stücke werden durch moderne Stücke ergänzt. Auch um in Zukunft mehr junge Mitglieder zu gewinnen. Momentan besteht der Chor aus 32 aktiven Sängern. "Der Kampf um den Nachwuchs hört nie auf. Wir wollen Jugendliche begeistern", sagt Tscharn. Unter seiner Leitung und dem ersten Vorsitzenden Hans-Joachim Nieland könnte das dem Chor gelingen.

Quelle: RP
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