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Radevormwald
700 Jahre Radevormwald in einem Buch

Radevormwald: 700 Jahre Radevormwald in einem Buch
Werfen schon mal einen interessierten Blick in das umfangreiche Werk des Bergischen Geschichtsvereins zur 700-Jahr-Feier der Stadt Radevormwald (v.l.): Ulrich Haldenwang, Historikerin Dörte Hofschen und Olaf Jung. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Drei Jahre hat es von der Planung bis zur Umsetzung gedauert: Der Bergische Geschichtsverein legt jetzt zum 700-jährigen Bestehen der Stadt ein eindrucksvolles Werk zur Geschichte der Bergstadt vor, das einem Kaleidoskop gleicht. Von Joachim Rüttgen

Ulrich Haldenwang ist erleichtert. "Wir haben es geschafft", sagte der Vorsitzende der Rader Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins (BGV) gestern bei der Vorstellung eines ganz besonderen Buches: "Radevormwald 700 Jahre Stadt 1316-2016" nimmt Leser und Betrachter mit auf eine spannende Reise durch sieben Jahrhunderte - "einem Kaleidoskop gleich blättern sich immer neue Bilder vom Leben in dieser Stadt auf", schrieb Haldenwang im Vorwort.

Ursprünglich sollte das Buch bereits früher auf 200 Seiten erscheinen, jetzt liegt es etwas später vor, hat dafür mit knapp 400 Seiten und mehr als 530 Abbildungen aber auch einen wesentlich imposanteren Umfang. Drei Jahre hat der Entstehungsprozess gedauert - am 9. März 2013 gab's den Vorstandsbeschluss für das ehrgeizige Projekt, an dem 40 Mitarbeiter ehrenamtlich beteiligt waren. Dass sich alle Mühen gelohnt haben, davon können sich ab heute alle Interessierten überzeugen.

"Mein besonderer Dank gilt allen Sponsoren aus der Rader Wirtschaft, aber vor allem der Sparkassenstiftung, die den größten Anteil hat", sagte Haldenwang. Besonders freut ihn, dass das Buch komplett in Rade hergestellt wurde, denn die Firma Jungdruck übernahm den Druck. Für grafische Gestaltung, Layout und drucktechnische Fragen stand Wolfgang Heinz mit Rat und Tat zur Seite. "Für uns war ein solches Buchprojekt Neuland", sagte Haldenwang, der viele Farbfotos in dem Buch selbst fotografiert hat - einige sogar bei einem Rundflug in einer Cessna mit geöffneter Tür.

Es sei eine große Aufgabe gewesen, die Beiträge von 32 Autoren zu koordinieren. "Sie bilden einen Querschnitt durch die Bevölkerung, sind Wissenschaftler, Historiker, Fachleute aus bestimmten Berufssparten oder geschichtsinteressierte Bürger, die für ihre Texte geforscht und teils auch Erlebnisberichte eingereicht haben", sagte Haldenwang. Er halte die Auswahl für eine gute Mischung.

Auch Mitarbeiter der Bergischen Morgenpost lieferten Beiträge für das Buch: Regina Hildebrandt (Schloss-Schmiede Obernhof), Wolfgang Scholl (Die Jugendherberge), Andreas Speen (Innovation für die Luftbrücke) und Gisela Schmoeckel (über Künstler und Kunstinitiativen). Jedes Mitglied des BGV bekommt ein Exemplar kostenfrei als Jahresgabe - und wer dieses Jahr noch Mitglied wird ebenfalls.

Bürgermeister Johannes Mans erhielt symbolisch das erste Buch. "Ich weiß es zu schätzen und bin beeindruckt von der Vorarbeit für dieses Werk", sagte er. Das Buch eigne sich bestens als Geschenk für Besucher von außerhalb als bleibende Information. Auch Olaf Jung lobte die Vorarbeiten des BGV: "Natürlich mussten wir den Datensatz bearbeiten, um ein ansehnliches Produkt zu bekommen, das der Sache gerecht wird, aber Sie hatten die Autoren gut im Griff", sagte Jung zu Haldenwang. Die Stadt könne stolz sein, ein solches Geschenk zum Geburtstag zu bekommen.

Fr. 15. April, 19 Uhr, reformierte Kirche, Markt, Festvortrag Dr. Peter Arnold Heuser: "700 Jahre Stadt Rade - eine bergische Stadt als Erinnerungsort"; dann Empfang zum 70-jährigen Bestehen des BGV.

Quelle: RP
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