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Radevormwald
75 Zuhörer genießen das Konzert zum Patrozinium

Radevormwald. Zum Namenstag der Heiligen Maria am 12. September, Schutzpatronin von St. Marien, feierte die katholische Kirchengemeinde vergangenen Sonntag ihr Patrozinium: Dem feierlichen Akt mit morgendlichem Gottesdienst und gemeinsamen Mittagessen im Caritashaus schloss sich am Nachmittag ein hochwertiges Konzert im Gotteshaus an. Kantor Bernhard Nick spielte gemeinsam mit Kollegen klassische Werke von Bach, Mozart und Händel. Von Cristina Segovia-Buendía

Das Konzert zum Patrozinium der Pfarrkirche diente als Abschluss einer gelungenen Feier. Kantor Bernhard Nick hatte sich zu diesem besonderen Anlass Kollegen aus Bonn und Köln eingeladen, die ihn musikalisch begleiteten und unterstützten. "Ich hoffe, sie werden das Konzert genießen und innerlich mit der Musik mitgehen", sagte Nick vor den 75 Zuhörern. Ein abwechslungsreiches Konzert mit vielfältigen Stücken hatte der Kantor angekündigt, und er hielt sein Wort.

Mit Reinhold Müller an der Violine eröffnete Nick das Konzert von der Chorempore aus. Ausgesucht hatten sie als Ouvertüre eine Bach-Sonate für Violine und Orgel. Ruhig und gemächlich ging es los: Nach nur wenigen Minuten hatten die Anwesenden, die sich alle in den hinteren Teil der Kirche gesetzt hatten, die Augen geschlossen. In der Ruhe der Musik ließen sie sich fallen und treiben. An diesem Gefühl der Entspannung und des inneren Friedens änderte sich auch nichts, als Regina Nickisch an der Querflöte für ihren Kollegen Müller an der Violine die Position übernahm und die frühlingshaft wirkende Hamburger Sonate des Bach-Sohns Carl Phillip Emanuel spielte.

Kurz aufgerüttelt wurde das Publikum, als Sopranistin Rika Eichner mit ihrer engelsgleichen und unfassbar hohen Stimme "Süße Stolle, sanfte Quelle" von Georg Friedrich Händel sang. Kurz blickten einige Gäste auf und drehten sich zur Empore um, um die stimmgewaltige Sängerin zu sehen.

Nach dieser beruhigenden Atmosphäre sorgte Nick mit seinem Solostück, der "Symphonie V" vom französischen Komponisten des vergangenen Jahrhunderts, Charles-Marie Widor, für musikalische Unruhe. Das Stück erinnerte an alte Jahrmarktmusik, wurde zum Ende hin immer lauter und dramatischer.

Umso schöner erschienen dann die zwei letzten Werke des Konzertes von Francis Poulenc und Mozart, einer versöhnlichen Sonata für Flöte und Klavier sowie einer Motette, einem mehrstimmigen geistlichem Stück, in dem Sopranistin Eichner ihre beeindruckende Begabung offen legte.

Das Publikum brauchte einige Sekunden, um nach dieser außergewöhnlichen Vorstellung zu reagieren, tat es dann aber schließlich, in dem sich alle sich von ihren Plätzen erhoben, zur Empore hochschauten und dem Quartett anerkennenden und langanhaltenden Beifall zollten.

Quelle: RP
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