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Radevormwald
Abgelaufene Verbandskästen spenden

Radevormwald: Abgelaufene Verbandskästen spenden
Ein Verbandskasten ist in jedem Auto Pflicht. Wer als Autofahrer in eine Polizeikontrolle gerät und einen Verbandskasten mit überschrittenem Ablaufdatum dabei hat, riskiert ein Verwarnungsgeld. Deshalb sollte das Verbandszeug regelmäßig überprüft und erneuert werden. FOTO: Christin Klos (Archiv)
Radevormwald. Die DLRG führt viele Erste-Hilfe-Kurse durch. Abgelaufenes Verbandszeug kann gut für die Übungen genutzt werden. Von Flora Treiber

Roger Bonekämper, Vorsitzender der DLRG Radevormwald, sorgt mit seinem Team jedes Jahr dafür, dass viele Radevormwalder, besonders Lehrer, Beamte oder Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, ihr Erste-Hilfe-Wissen auf den neuesten Stand bringen. Die Kurse der DLRG sind immer stark nachgefragt und meistens ausgebucht. Das Verbandsmaterial, das zum Üben benutzt wird, kostet die DLRG in jedem Jahr eine Menge Geld und treibt die Ausgaben des Vereins in die Höhe. Roger Bonekämper will jetzt den Versuch starten, dass abgelaufene Verbandskästen gespendet werden. "Was die einen nicht mehr benutzen dürfen, können wir gut für unsere Übungen verwenden. Für Simulationen ist es nicht wichtig, ob ein Verband noch aktuell oder bereits abgelaufen ist", sagt Bonekämper.

Mit dem Aufruf will er aber nicht nur die Nachhaltigkeit vorantreiben und die Kosten der DLRG senken, sondern Autofahrer auch dazu motivieren, ihr Verbandszeug regelmäßig zu überprüfen und zu erneuern. Ein Verbandskasten ist Pflicht und läuft meistens nach drei bis vier Jahren ab. "Verbände und Pflaster sind Hygieneartikel, die mit einem Ablaufdatum versehen seien müssen. Es ist wichtig, seinen Verbandskasten auf dem neuesten Stand zu halten", sagt Philipp Meyer, Leiter Einsatz der DLRG und Medizinstudent. Wer als Autofahrer in eine Polizeikontrolle gerät und einen Verbandskasten mit überschrittenem Ablaufdatum dabei hat, riskiert ein Verwarnungsgeld.

Die Winterpause, solange die Wachstation an der Bevertalsperre geschlossen ist, nutzt die DLRG aber nicht nur, um die Erste-Hilfe-Kurse zu optimieren, sondern auch, um das eigene Team fortzubilden. "Wir nutzen die ruhigeren Monate, um unser Wissen aufzufrischen und natürlich auch, um an unserer körperlichen Verfassung zu arbeiten. Wir trainieren viel, um weiter in Form zu bleiben", sagt Bonekämper. Er und Philipp Meyer gucken zwar auf eine relativ ruhige Badesaison zurück, aber das kann sich 2018 schon wieder ändern. "Die Zahlen sind nie konstant. Wir bereiten uns auf viele Einsätze und Wachstunden an der Bever-Talsperre vor", sagt Meyer.

Quelle: RP
 
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