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Radevormwald
Abläufe im Krankenhaus werden verbessert

Radevormwald. Die Aufenthalte werden im Sana Krankenhaus von Patientenbefragung begleitet. Klinik ist zertifiziert. Von Flora Treiber

Optimal aufeinander abgestimmte Prozesse und dokumentierte Sicherheit bescheinigt dem Sana Krankenhaus das KTQ-Gütesiegel. Es steht für die überörtliche Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen. In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Klinik mit seinen Mitarbeitern auf diese Zertifizierung vorbereitet, sie wurde mit einer mehrtägigen Visitation abgeschlossen.

"Die klinischen Abläufe wurden mit Checklisten, Handbüchern und fest geregelten Kommunikationswegen verbessert. Das merkt auch der Patient. Die Zertifizierung wirkt sich positiv auf jeden Krankenhausaufenthalt aus", sagt der Ärztliche Direktor Dr. Reinhold Hikl. Als konkretes Beispiel zieht er die Sicherheitsfragen heran, mit denen jeder Patient im Krankenhaus konfrontiert wird. "Dabei geht es um die aktive Einbindung des Patienten. Mit seiner Befragung kann man sich über den psychischen und physischen Zustand einen viel besseren und sicheren Eindruck verschaffen. Wenn wir unsere Patienten nach ihrem Namen fragen oder uns wiederholt ihre Beschwerden erklären lassen, hat das einen tieferen Grund", sagte Hikl. In der Vorbereitungsphase auf die Zertifizierung haben sich alle Mitarbeiter intensiv mit ihren Arbeitsprozessen auseinandergesetzt. "Nur so, mit den Prozessen im Fokus, können wir Verbesserungen ableiten. Durch eine Umstrukturierung konnten wir parallel unseren Dokumentationsaufwand verringern", sagt Kai Adler, der für die Unternehmensentwicklung zuständig ist. Was früher an mehreren Stellen doppelt hinterlegt worden ist, hat jetzt seinen festen Dokumentationsplatz, den alle im Haus kennen.

"Durch die Handbücher sind alle Prozesse und Entscheidungen festgelegt und einsehbar", sagt Adler. Das verkleinere zwar die persönliche Entscheidungsfreiheit eines Krankenhausmitarbeiters, soll die Leistungen andererseits aber konstanter und sicherer machen. "Nichtsdestotrotz ist unsere Arbeit in allen Abteilungen von der Persönlichkeit der Mitarbeiter geprägt", sagt Adler.

Das Qualitätsmanagement ist mit der KTQ-Zertifizierung, die alle drei Jahre erneuert werden muss, nicht abgeschlossen. "Qualität lebt von permanenter Entwicklung und Verbesserung. Unsere Handbücher werden ständig weiterentwickelt und verändert. In regelmäßigen Konferenzen besprechen wir die Stärken und Schwächen unserer Arbeitsprozesse", sagt Pflegedienstleiterin Daniela Sappok.

Hikl ist den Mitarbeitern dankbar, dass sie sich für die Zertifizierung eingesetzt haben. "Das hat viele Überstunden bedeutet, aber das Ziel der Zertifizierung wurde auf dem breiten Rücken getragen."

Quelle: RP
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