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Radevormwald
"aktiv55plus" erstmals auch an der Wupper

Radevormwald: "aktiv55plus" erstmals auch an der Wupper
Anke Kirchmann-Bestgen von "aktiv55plus" beriet gestern unter anderem auch Frank Mühlenmeister. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Der Verein überlegt, auch einmal einen Seniorentag in den Wupperortschaften auszurichten. Von Flora Treiber

Zu der ersten Sprechstunde des Trägervereins "aktiv55plus" in den Wupperorten kamen gestern zahlreiche Senioren. Dass sie sich trotz Glätte auf den Weg in das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde am Siedlungsweg machten, steht für den großen Beratungsbedarf der Senioren, die in den Ortschaften an der Wupper leben.

Viele von ihnen schaffen es nicht in die Innenstadt von Radevormwald und haben die erste Sprechstunde von "aktiv55plus" deswegen wahrgenommen. Für Anke Kirchmann-Bestgen, eine der beiden neuen Mitarbeiterinnen von "aktiv55plus", war die Resonanz erstaunlich. "Wir hatten sogar mit dem Gedanken gespielt, die Sprechstunde abzusagen, aber es sind viele Bürger mit konkreten Fragen und Interesse gekommen", sagte sie.

Dankbar ist der Trägerverein, dass er das Gemeindehaus für die Beratungsgespräche nutzen konnten. Kyra Springer, Koordinatorin von "aktiv55plus", will die Präsenz des Vereins an der Wupper ausbauen. "Vielleicht starten wir im Januar die nächste Sprechstunde an diesem Standort und testen, ob die Resonanz bestehen bleibt." Schwierig sind im Moment die logistischen Rahmenbedingungen für den Trägerverein. Sprechstunden außerhalb des Büros innerhalb des "Hauses der Begegnung" kosten viel Zeit und Vorbereitung.

Infomaterialien müssen mitgebracht werden, Daten nachträglich in den Computer eingepflegt werden, denn Internet gibt es im Gemeindehaus am Siedlungsweg nicht. Noch sind die Sprechstunden an der Wupper etwas improvisiert, aber dadurch nicht weniger produktiv. Kyra Springer und Anke Kirchmann-Bestgen konnten den Senioren bei vielen Fragen weiterhelfen. "Es ging um die Klärung von Begrifflichkeiten oder um das Erklären von Pflegegraden. Viele brauchen Hilfe dabei, weil sie nicht wissen, welche Leistungen ihnen zustehen oder wie sie Hilfe beanspruchen können", sagte Springer.

Auf Interesse stieß gestern außerdem die Rader Hilfsbörse, die das Konzept der Nachbarschaftshilfe in den Vordergrund stellt und Hilfesuchende und ehrenamtliche Helfer aneinander vermittelt. "Wir haben die Hilfsbörse heute noch einmal vorgestellt und auf die Grenzen dieses Angebots hingewiesen. Ganze Renovierungen kann man durch die Hilfsbörse zum Beispiel nicht stemmen", sagte Springer. Nach der ersten erfolgreichen Sprechstunde auf der Keilbeck denkt sie konkret über einen Seniorentag in den Wupperortschaften nach. "Wir müssen uns die Räumlichkeiten noch einmal genau ansehen, um besser einschätzen zu können, ob ein Seniorentag hier realisierbar ist."

Neben den Sprechstunden, Haubesuchen, der Rader Hilfsbörse und dem Reparaturtreff informiert aktiv55plus auch über das Projekt "Age Friendly Cities". Die Initiative verfolgt einen weltweiten Austausch zwischen Städten, die für eine altersfreundliche Gestaltung der Städte kämpfen. Gelenkt wird das Projekt in Radevormwald von Vertretern der Stadt, dem Seniorenbeirat, dem Demografie-Ausschuss und "aktiv55plus". Für die Konzipierung eines Aktionsplans sollen möglichst viele Bürger den dazugehörigen Fragebogen ausfüllen. Den Bogen kann man auf der Website von "aktiv55plus" herunterladen und anschließend in dem Büro des Trägervereins abgeben.

Das neue Büro von "aktiv55plus" ist im Haus der Begegnung am Schlossmacherplatz und telefonisch unter 02195 9277353 zu erreichen.

Mehr Informationen unter www.aktiv55plus.de

Quelle: RP
 
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