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Radevormwald
Aktivierende Hilfe wieder etablieren

Radevormwald: Aktivierende Hilfe wieder etablieren
Das Team des Trägervereins "aktiv55plus" für die Hilfsangebote: Miriam Degutsch (v.l.), Koordinatorin Kyra Springer und Ursula Lauterjung. FOTO: Hertgen (Archiv)
Radevormwald. Der Verein "aktiv55plus" bietet an, bei Hausbesuchen Senioren durch Gespräche zu helfen. Von Flora Treiber

Kyra Springer nimmt gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen Miriam Degutsch und Ursula Lauterjung das Angebot der aktivierenden Hausbesuche in das Programm des Trägervereins "aktiv55plus" wieder auf. Der Verein hatte die Hausbesuche in früheren Jahren nach Fortführung des Projektes der Weltgesundheitsorganisation (Aktives und gesundes Altern) angeboten. Später fehlten die finanziellen Mittel und das Angebot schlief ein. "Das ist eine sehr zeitintensive Aufgabe, die wir nur mit festen Mitarbeitern und einer ausreichenden Finanzierung anbieten können", sagt Kyra Springer, Koordinatorin des Trägervereins.

Nachdem das Sana Krankenhaus dem Trägerverein eine fünfjährige finanzielle Unterstützung zugesichert hat, konnten zwei neue Teilzeitkräfte eingestellt und das Programm erweitert werden. "Wir haben die Dokumente der aktivierenden Hausbesuche gesichtet, überarbeitet und ein neues Konzept entwickelt", sagt Springer.

Ziel der Hausbesuche ist es, die individuelle Lebensqualität von Senioren in Rade zu verbessern. "Wir helfen, zum Beispiel passende Freizeitaktivitäten herauszusuchen, vielleicht eine Gruppe zum Kartenspielen zu finden oder sich mit anderen Senioren zu vernetzen", sagt Springer. Melden sich Senioren oder wird ein Hausbesuch bei einer Person empfohlen, wird zunächst ein Termin vereinbart, bei dem ein erster Eindruck vom Problem des Betroffenen gesucht wird. Auch werden Wünsche gesammelt und überlegt, wie sie erfüllt werden können. "Das ist alles freiwillig", sagt Kyra Springer und ergänzt, "mit einem Bogen, den wir selber entwickelt haben, erfassen wir wichtige Daten, die es uns erleichtern sollen, das richtige Angebot herauszusuchen oder zu schaffen. Diese Daten unterliegen natürlich dem Datenschutz."

Manchmal würden Kleinigkeiten helfen, die Lebensqualität zu verbessern. Wenn ein Skat-Spieler gesucht wird, derjenige aber seine Telefonnummer nicht veröffentlichen möchte. Ausreden, wie "irgendwann fange ich mal damit an...", "alleine möchte ich nicht" oder "ich wollte schon immer" sollen die aktivierenden Hausbesuche aus dem Weg räumen. Um das Angebot noch mehr publik zu machen, gibt es Kontakte zum Bürgerbus-Verein, zu den "Grünen Damen" im Krankenhaus, zum Pflegearbeitskreis und zum Seniorenbeirat. Sensibilisiert wird zum Beispiel auch der Sozialdienst im Krankenhaus. Kyra Springer, Miriam Degutsch oder Ursula Lauterjung wollen beim Gespräch herausfinden, wie das Leben des Gesprächspartners trotz altersbedingter Einschränkungen aktiver gestaltet und die Lebensfreude erhöht werden kann. Sie raten, den Mut aufzubringen und bei "aktiv55plus" anzurufen. "Wir hören oft, ,das ist eine tolle Sache'. Jetzt muss nur noch Kontakt mit uns aufgenommen werden", sagt Kyra Springer.

Um dieses kostenfreie Angebot in Anspruch zu nehmen, muss man kein Mitglied bei "aktiv55plus" sein. Gibt es einen ersten Kontakt, wird er aufrechterhalten. "Wir erkundigen uns regelmäßig bei den Senioren, ob sie zufrieden sind oder sich nach weiteren Veränderungen sehnen", sagt die Koordinatorin.

Erster Gesprächstermin unter Tel. 02195 9277353 (Mo. bis Do., 9 bis 12 Uhr), oder per E-Mail: info@aktiv55plus.de

Quelle: RP
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