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Radevormwald
AL fordert Zebrastreifen für die Hohenfuhrstraße

Radevormwald. Um die Sicherheit der Fußgänger an der Hohenfuhrstraße sorgt sich die Alternative Liste (AL). Deshalb stellte sie einen Beschlussantrag, nach dem der Rat der Stadt die Verwaltung bittet, mit den zu beteiligenden Behörden Gespräche zu führen, damit die auf der Hohenfuhrstraße vorhandenen Fußgängerüberwege um Zebrastreifen ergänzt werden. Von Joachim Rüttgen

"Wir wissen, dass das mit bürokratischen Auflagen verbunden ist, ja, aber wir wollen die Bedingungen erfahren, wie wir den Verkehr dort beruhigen können", erläuterte der AL-Fraktionsvorsitzende Rolf Ebbinghaus den Antrag. Hier gehe es vor allem um Kosten und welche zusätzlichen Maßnahmen nötig sind.

Ebbinghaus erinnerte an die ursprünglichen Pläne, die Hohenfuhrstraße erheblich umzubauen. Der Rat habe sich aber schon 2013 dagegen ausgesprochen. Dennoch sei die Grundannahme richtig, dass der Verkehr auf dieser Straße zu schnell unterwegs ist.

"Es liegen uns auch zahlreiche Beschwerden von Bürgern vor, die aussagen, dass insbesondere älteren Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht die notwendige Zeit gegeben wird, um die Straße zu queren", heißt es zur Begründung in dem Beschlussantrag der AL. Durch Zebrastreifen müsse der fließende Verkehr den überquerungswilligen Fußgängern Vorrang einräumen. Und weil die Überquerungen an der Hohenfuhrstraße nun mal relativ dicht beieinanderliegen, könnte mit einer solchen Maßnahme der Verkehr deutlich verlangsamt werden.

"Natürlich sehe ich unsere Anfrage auch im großen Kontext der Schulwegsicherung in Radevormwald", sagte Ebbinghaus und bezog damit Stellung zu einem ergänzenden Beschlussantrag seines ehemaligen Fraktionskollegen und jetzigen fraktionslosen Ratsmitglieds Dr. Axel Michalides. Der möchte, dass die Verwaltung auch die Erweiterung der Überquerungshilfe an der Mühlenstraße in Höhe des Buswendeplatzes der weiterführenden Schulen am Schulzentrum Hermannstraße zu einem Fußgängerüberweg inklusive Beschilderung mit den entsprechenden reflektierenden Verkehrszeichen in Angriff nimmt. "Ich bin der Überzeugung, dass einschränkende Verkehrsmaßnahmen an der Hermannstraße den Bürgern nur zu vermitteln wären, wenn die eigentlich für das Absetzen von Kindern, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, vorgesehene Stelle - der Parkbereich an der Mühlenstraße gegenüber dem Buswendeplatz - möglichst gefahrlos genutzt werden kann. Dies sollte daher zunächst Vorrang haben", schreibt Michalides in seinem Antrag für den Stadtrat.

Ebbinghaus bestätigte, dass die Stelle der Mühlenstraße trotz Tempo 30 sehr problematisch sei. "Da können wir noch mehr tun", forderte er. Die Mitglieder des Rates verwiesen die Anträge in den zuständigen Verkehrsausschuss, in dem die Verwaltung Ideen vortragen soll.

Quelle: RP
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