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Radevormwald
Alle fordern eine frühe Förderung von Kindern

Radevormwald: Alle fordern eine frühe Förderung von Kindern
Politische Diskussionen haben in der Martini-Gemeinde Tradition. Etwa 70 Gäste verfolgten die Veranstaltung mit den Bundestagskandidaten. FOTO: Kempner Martin
Radevormwald. Am 24. September ist Bundestagswahl. Somit bleiben noch genau sieben Wochen, um eine Entscheidung für die beiden Kreuze auf dem Wahlschein zu treffen. Der Senioren-Treff der Martini-Gemeinde gab am Samstag wieder einmal die Gelegenheit, die Bundestagskandidaten aus dem Oberbergischen kennenzulernen.

Pastor i. R. Hartmut Hauschild bezeichnete die Podiumsdiskussion bereits als feste Tradition des Senioren-Treffs und hätte eigentlich mit mehr Gästen gerechnet. Dass die politische Diskussion in einem christlichen Raum stattfand, sei für ihn kein Widerspruch. "Wir sind nicht nur Christen in der Gemeinde, sondern auch Bürger im Land", sagte Hauschild. Dabei sei es ganz entscheidend, miteinander zu reden. "Mit der AfD will keiner mehr reden, aber das müsste man eigentlich tun", fügte er hinzu. Der AfD-Kandidat Stefan Zuehlke war zwar zur Veranstaltung eingeladen worden, hatte jedoch wegen eines Trauerfalls in der Familie abgesagt.

Aufmerksam verfolgte auch Jutta Paulig die Diskussion. "Es ist interessant, einmal zu hören, wie die Kandidaten zu den verschiedenen Themen stehen. Man muss ja nicht allem zustimmen", sagte die Radevormwalderin. Die Themen Terror und Gewalt gaben ihr besonders zu denken. Aufklärung und Bildung für Kinder schon in frühen Jahren, das forderten alle Politiker. Das sieht Jutta Paulig ähnlich: "Kinder müssen früh lernen, für das verantworlich zu sein, was sie machen. Sie testen alles aus, daher brauchen sie Grenzen." Die Übereinstimmungen der Politiker bei verschiedenen Themen wunderte die Seniorin nicht. "Die Unterschiede können ja nicht so groß sein, denn alle wollen das gleiche Ergebnis haben", meinte Paulig.

Die Moderatoren Friedel Müller und Florian Reinecke dankten den Politikern für die Fairness während der Diskussion und für ihr Engagement in der Politik. Als Geschenk für diesen Einsatz gab es Tassen und Frühstücksbrettchen mit dem Luther-Spruch: "Man dient Gott auch durch Nichtstun".

(heka)
 
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