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Radevormwald
Alte Schätzchen fahren auf dem Marktplatz vor

Radevormwald. Zum Stadtjubiläum werden am 21. August etwa 80 Fahrer ab 12 Uhr mit ihren Oldtimern begrüßt und vorgestellt. Von Wolfgang Scholl

Der 76-jährige Horst Münch aus Radevormwald liebt es, mit einem Oldtimer gemütlich über die Lande zu fahren. Am Sonntag, 21. August, beteiligt er sich an einer großen Ausfahrt des AC Altkreis Schwelm unter der Überschrift "Rund um Ennepetal". Für diese Tour wird er seinen Daimler 170 S als Cabrio aus dem Jahr 1951 aus der Garage holen.

"Früher bin ich mit zwei Ford aus den Jahren 1928 und 1930 unterwegs gewesen. Das geht wegen meiner Frau aber nicht mehr", sagt der Autobastler, der den Benzingeruch seit vielen Jahren im Blut hat.

Auf Initiative von Dietmar Busch und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) um Geschäftsführer Frank Nipken und Mitarbeiterin Heike Ueberall wird es bei der Oldtimer-Rallye einen Zwischenstopp in Rade geben. "Das ist eine gute Aktion für das 700-jährige Bestehen der Stadt", sagen Nipken und Busch.

Bei den letzten Aktionen mit Oldtimern konnten rund um den Marktplatz sehr viele Radevormwalder und Gäste begrüßt werden. "Die Fahrzeuge werden von der westlichen Kaiserstraße auf den Marktplatz fahren", sagen Ulrike und Friedrich-Wilhelm Kliem, die die Rallye von Ennepetal aus organisieren.

Die Tour beginnt in Gevelsberg, führt an der Bever-Talsperre vorbei und endet später nach einigen Umwegen im benachbarten Ennepetal. In Radevormwald werden die Fahrer und Beifahrer von Manfred Weber auf dem Marktplatz begrüßt. Er erläutert auch die Fahrzeuge mit Alter, Besonderheiten und zum Beispiel den PS-Zahlen. "Für zahlreiche Autofreunde sind solche Treffen immer eine besondere Attraktion", sagt Dietmar Busch.

Erwartet werden etwa 80 Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sein müssen. "Die meisten Fahrzeuge sind aber viel älter", sagt Friedrich-Wilhelm Kliem. Ältestes Modell könnte ein Ford T aus dem Jahr 1915 sein. Die in Rade ankommenden Fahrzeuge werden auf den Marktplatz, die Kaiserstraße und auch zum Schlossmacherplatz geleitet. Die Verpflegung der Teilnehmer übernimmt das Team von "Am Matt". "Wir wollen, dass alle Gastronomen an diesem Mittag viele Besucher begrüßen können", sagt Dietmar Busch. Die Fahrzeuge werden etwa 90 Minuten in der Innenstadt stehen. Anschließend kann zwischen Möbel Schaub und der Ausfahrt zur Hohenfuhrstraße aus der Kaiserstraße noch eine Sonderprüfung verfolgt werden. "Die Fahrer müssen eine Strecke von 50 Metern im Schritttempo wie in Spielstraßen fahren. Das sind sieben Stundenkilometer im Schnitt", sagt Ulrike Kliem. Dietmar Busch steht in engem Kontakt zu Ulrich Dippel vom Technischen Bauamt der Stadt. "Mir ist zugesichert worden, dass die Straße bis zu diesem Zeitpunkt wieder freigegeben ist", sagt Busch, der wie Frank Nipken hofft, dass sich zahlreiche Radevormwalder an diesem Tag zur Besichtigung der alten Fahrzeuge auf den Weg in die Innenstadt machen werden.

"Die Ausstellung der IG Bismarck in der Schlossmacher Galerie ist an diesem Tag bereits ab 11 Uhr geöffnet, so dass sich auch ein Abstecher dorthin lohnt", sagt Heike Ueberall. Zu dieser Ausstellung hat auch Horst Münch einen Beitrag geleistet. Ich hatte ein altes, motorisiertes Bismarck-Zweirad. Dieter Ickler hat mich so lange bekniet, bis ich es ihm überlassen habe. Er hat es sehr schön restauriert. Es ist das Moped, auf dem ein Seppel sitzt", sagt Horst Münch. Er hofft wie die anderen Fahrer und die Organisatoren auch für diesen Tag auf schönes Wetter, damit die Cabrio-Verdecks geöffnet werden können.

So. 21. August, ab 12 Uhr, Markt.

Quelle: RP
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