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Radevormwald
Altro Mondo - SPD: "Stadt muss den Mietern helfen"

Radevormwald. Die SPD-Fraktion hat die exklusive Berichterstattung der BM über den Umgang der Firma Altro Mondo mit den Mietern in der Südstadt aufmerksam verfolgt. "Und wir haben die Artikel zum Anlass genommen, Bürgermeister Johannes Mans zu bitten, sich der Sache anzunehmen", teilt der Fraktionsvorsitzende Dietmar Stark im Gespräch mit unserer Redaktion mit. Konkret wünschen sich die Sozialdemokraten, dass die Verwaltung die Probleme aufgreift und den Mietern Beratungshilfe anbietet. Einige haben sich einen Rechtsanwalt genommen. "Aber es gibt nicht nur juristische Dinge zu klären", sagt Stark. Außerdem dürfe es die Verwaltung nicht zulassen, dass die Außenanlagen verwahrlosen und sich Müllberge auftürmen. "Die Stadt muss unbedingt auf Altro Mondo Einfluss nehmen, damit sich der Zustand verbessert", fordert er. Reagiere die Firma nicht, gebe es die Möglichkeit, ordnungsbehördliche Maßnahmen zu ergreifen und eine "Ersatzvornahme" zu veranlassen. "Da würde die Verwaltung eine Firma beauftragen, den Müll zu beseitigen und die Kosten Altro Mondo in Rechnung stellen", erläutert er. Die SPD möchte, dass die Verwaltung in der nächsten Ratssitzung am 5. Juli über den aktuellen Sachstand berichtet. "Man darf die Mieter nicht alleine lassen", sagt Stark. Von Joachim Rüttgen

Auch das Umfeld nimmt die unhaltbaren Zustände zur Kenntnis. "Das ist unbeschreiblich, eine Zumutung, wie es da aussieht", berichtet eine Leserin. Vor den Mülltonnen sammele sich Dreck in großen Haufen. Sie habe mit dem Ordnungsamt gesprochen und dort den Hinweis erhalten, dass die Stadt mit dem Hausmeister zusammenarbeitet. "Der Müll wird regelmäßig abgefahren, aber nach drei Tagen sieht es da wieder so chaotisch aus", berichtet die Leserin. Es seien Anwohner selber, die die unerträglichen Zustände herbeiführen würden. "Da laufen Ratten rum und bedienen sich an den gelben Säcken", sagt die Anwohnerin. Es widere sie an, wenn sie an den Häusern vorbeifahre. Dem Ordnungsamt seien die Hände gebunden, "weil die nicht wissen, wer die Zustände verursacht", sagt sie. Dass einige Bewohner Stress mit dem Vermieter hätten, tue ihr leid, zumal in den Häusern viele Wohnungen leer stehen. "Vielleicht wollen die die Mieter auch da raushaben, um Eigentumswohnungen draus zu machen", vermutet die Anwohnerin.

Quelle: RP
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