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Radevormwald
Am Schlossmacherplatz geht's richtig los

Radevormwald: Am Schlossmacherplatz geht's richtig los
Nachdem Bauzäune und Container standen, ging es sofort zur Sache. Mit schwerem Gerät wird die Oberfläche im Bereich rund um den Brunnen aufgerissen. Der Bereich soll künftig wesentlich mehr Aufenthaltsqualität bekommen und vor allem barrierefreier werden, indem die Stolperfallen verschwinden. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Der Bereich vorm Bürgerhaus und rund um den Brunnen ist kaum wiederzuerkennen. Mit schwerem Gerät haben die Bauarbeiter seit Montag das Regiment übernommen. Die Umgestaltung der Innenstadt wird bis Oktober fortgesetzt. Von Joachim Rüttgen

Nach nur drei Tagen sieht es am Schlossmacherplatz schon so richtig nach Veränderung aus. Nachdem die bauausführende Firma am Montag damit begonnen hatte, die Baustelle zur Umgestaltung des nächsten Innenstadtbereiches einzurichten, das Areal einzuzäunen und die Baucontainer zu platzieren, wurden Bänke, Mülleimer und andere Einbauten entfernt. Sitze und Spielgeräte rund um den Brunnen wurden abmontiert. Seit gestern laufen die ersten Arbeiten mit schwerem Gerät, um das Oberflächenpflaster aufzureißen, berichtet Ulrich Dippel, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. So soll auch die Stufenanlage mit den Betonbeeten vor der Raiffeisenbank verschwinden.

Der Brunnen soll heute vorsichtig abgetragen werden, um ihn nach der Umgestaltung an gleicher Stelle wieder aufzubauen. "Die Mühlensteine bleiben erhalten, nur der gewölbte Untergrund wird verschwinden, um Platz zu machen für eine Sitzbetonanlage, die um den Brunnen herum verlaufen soll", erklärt Dippel. So könnten die Bürger künftig dort sitzen und ihre Füße ins Wasser halten. "Alles in allem wollen wir für mehr Aufenthaltsqualität und mehr Sitzmöglichkeiten sorgen", kündigt er an.

Der Bauzaun könne in den kommenden Monaten immer mal wieder flexibel verschoben werden - je nach Bedürfnissen von Arbeitern und Einzelhändlern. "Wir sind da sehr gut im Gespräch, und es gibt auch noch keine Beschwerden", sagt Dippel. Zurzeit sei es auch noch möglich, barrierefrei aus Richtung Passage am Brunnen vorbeizugehen. Falls das künftig mal nicht mehr der Fall sei, werde man Lösungen finden, vielleicht zum Beispiel über kleinere Rampen, die über die jeweiligen Stufen vor den Geschäften gelegt werden. Aber auch kleinere Umwege über die Passage zur Kaiserstraße müssten die Bürger in Kauf nehmen.

An den Bauzäunen soll es schon bald kleine Schilder geben, die den Besuchern in der Innenstadt aufzeigen, wo sie langlaufen können, "um auch Riesenumwege zu vermeiden", sagt Dippel. Dennoch bleibe die Baumaßnahme am Schlossmacherplatz mit erheblichen Beeinträchtigungen verbunden. "Wir sind da immer in einem Zwiespalt zwischen Schnelligkeit der Arbeiten und den Bedürfnissen der Kunden, Händler und Besucher", sagt er. Ende Oktober/Anfang November soll die komplette Maßnahme im Bereich Schlossmacher aber auf jeden Fall wie geplant beendet sein.

Mit dem neuen Hauseigentümer für einen Großteil der Fläche pflege die Stadt einen intensiven und vor allem konstruktiven Kontakt. "Wir stimmen uns regelmäßig mit dem Manager ab, denn nun haben wir nur noch ihn als einen Ansprechpartner, was die Sache enorm erleichtert", sagt Dippel.

Fest steht, dass sich der neue Eigentümer an der Umgestaltung beteiligen will. "Er hat angekündigt, die Fassade zu erneuern, außerdem die Treppe hoch zum Schuhgeschäft abzureißen", sagt Dippel. Auch die Eingangssituation unten am ehemaligen Edeka soll künftig verändert werden.

Quelle: RP
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