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Radevormwald
An der Wupper nur zwei Heilige Könige

Radevormwald: An der Wupper nur zwei Heilige Könige
Im vergangenen Jahr trafen sich die Sternsinger im Caritashaus. 2015/2016 haben sich weniger Mädchen und Jungen angemeldet, so dass die Aktion umstrukturiert werden muss. FOTO: jürgen moll (archiv)
Radevormwald. Die Sternsingeraktion der katholischen Kirchengemeinde von St. Josef Vogelsmühle muss sich aufgrund zu weniger Kinder umstrukturieren. Auch in St. Marien haben sich weniger Mädchen und Jungen für die Hilfsaktion angemeldet. Von Sigrid Hedderich

Nicht mehr lange - und es darf wieder in den Stoffkisten gewühlt werden. "Passt der Umhang noch aus dem letzten Jahr?", "Ist die Krone aus Goldfolie noch intakt oder muss ein Ersatz neu gebastelt werden?" - das sind Fragen, die schon bald wieder viele Kinder und deren Eltern beschäftigen werden. Als kleine Könige verkleidet, werden die Sternsinger in Radevormwald und in den Wupperorten unterwegs sein, um die frohe Botschaft zu verkünden, die Häuser segnen und Geld sammeln.

"In diesem Jahr werden unter anderem Projekte in Bolivien unterstützt", sagt Kathrin Sucharkiewicz. Sie wird die Sternsingeraktion 2016 zum ersten Mal für die katholische Gemeinde St. Josef Vogelsmühle in den Wupperorten leiten. Im vergangenen Jahr konnte sie schon über die Schultern von Christina Dargel gucken, die diese Aufgabe viele Jahre an der Wupper übernahm. "Die Organisation wird von Jahr zu Jahr leider nicht einfacher, denn es fehlen einfach die Kinder", sagt die junge Mutter. Aus ihren eigenen Erinnerungen aus Kinderzeit weiß sie noch, dass einst 50 bis 60 Kinder in der guten Sache von Tür zu Tür zogen. "Heute kann ich froh sein, wenn ich 20 bis 25 zusammenbekommen", sagt sie. Die Teilnehmerzahl sei geschrumpft, doch die Wohngebiete nicht. Aus diesem Grund hat sie auch beschlossen, dass nicht mehr die klassischen "Heiligen Drei Könige" als Gruppe unterwegs sind, sondern nur noch zwei. Begleitpersonen seien dagegen ausreichend motiviert.

Ähnlich das Bild in der Gemeinde St. Marien: Hier plant ein Team mit Klaus Wilhelm sowie Regina und Mathias Lambert die Haustüraktion. Auch hier sind es gegenüber den Vorjahren weniger Kinder, die sich zum Mitmachen gemeldet haben. Die Sternsingeraktion 2016 greift das Thema Respekt auf. Die Sternsinger können sich einen Film über das Land und die Menschen in Bolivien als Vorbereitung anschauen. In ihm werden die Konflikte der unterschiedlichen Bevölkerungsschichten erzählt. Die Armut in Bolivien ist heftig - und das Hilfsprojekt Polliri im bolivianischen El Alto soll 400 Kinder begleiten. Das Projekt ist eines von mehr als 2000, die das Kindermissionswerk der katholischen Kirche unterstützt.

Während die erste Königsschar bereits am Dienstag im Kölner Dom ausgesendet wurde, gibt es für die Sternsinger in Radevormwald und den Wupperorten das Startzeichen früh im neuen Jahr. Am kommenden Sonntag, 3. Januar, wird die Aussendungsmesse um 11 Uhr in der katholischen Kirche St. Marien gefeiert. Am Samstag, 9. Januar, werden dann die jungen Majestäten durch die Straßen ziehen und an den Haustüren den Segensspruch "20-C+M+B-16" schreiben und Geld sammeln.

Die Dankfeier folgt am Sonntag, 10. Januar, 11 Uhr, in St. Marien mit einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen der Sternsinger im Caritashaus. "Ich hoffe auf eine rege Teilnahme der Kinder, damit die Wege gut aufgeteilt werden können und die nicht mehr als zwei Stunden pro Gruppe dauern", sagt Kathrin Sucharkiewicz. Natürlich dürfen auch Mädchen und Jungen anderer Konfessionen Sternsinger sein. Auch kommen die Sternsinger zu Familien anderer Konfessionen nach Hause. Entsprechende Besucherlisten sind in den Kirchen ausgelegt.

Interessierte melden sich unter Tel. 0160 98305161, per E-Mail: Sternsinger-Rade@web.de oder im katholischen Pfarrbüro, Tel. 02195 1220, mit ihrem Besuchswunsch. Eine weitere Möglichkeit für eine Anmeldung besteht in der Wupper-Apotheke, Keilbecker Straße.

Quelle: RP
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