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Radevormwald
Andheri-Basar - Erlös geht an arme Dörfer

Radevormwald. Rund um Allerheiligen findet der beliebte Basar im Caritashaus statt. 2014 kamen 10.400, im vergangenen Jahr 11.400 Euro zusammen. Von Joachim Rüttgen

Nach Herzenslust stöbern, eine Kleinigkeit für die Liebsten kaufen, Gleichgesinnte treffen, gemütlich zusammensitzen - vom 30. Oktober bis 1. November lädt der Andheri-Basar im Caritashaus an der Hohenfuhrstraße wieder zum entspannten Bummeln ein. "Es gibt viele selbstgestaltete Sachen und Leckereien. Auch einige neue Ideen sind zu entdecken. So wird sicher jeder etwas finden, was ihm gefällt. Und so manches Weihnachtsgeschenk können die Besucher hier auch schon frühzeitig besorgen", berichtet Mitorganisatorin Simone Kreimendahl. Um den Wohlfühlmoment noch zu steigern, gibt es außerdem Kaffee und Kuchen sowie dazu die passende musikalische Untermalung.

Der Verkaufserlös fließt in diesem Jahr an ein neues Projekt von Andheri: In vielen Dörfern im Distrikt Naogaon in Bangladesch herrscht große Armut. Die einzige Einkommensmöglichkeit der Dorfbewohner besteht darin, auf den Feldern der Großgrundbesitzer für einen Hungerlohn zu arbeiten. Der Lohn ist so niedrig, dass die Kinder auf den Feldern mitarbeiten müssen. Die Arbeit ist zudem noch auf sechs Monate begrenzt, so dass für das restliche halbe Jahr kein Einkommen in den Familien vorhanden ist. Das Leben in diesen Dörfern ist geprägt von großer Armut und Not.

"Wie immer legt Andheri bei der Unterstützung dieser Dörfer viel Wert auf die Hilfe zur Selbsthilfe. Statt die Familien einfach nur mit Geld oder Nahrungsmittel zu versorgen, werden die Dorfbewohner darüber aufgeklärt, wie sie bestehende Hilfsprogramme der Regierung beantragen können. Es werden Maßnahmen angestoßen, die den Dorfbewohnern helfen, zusätzliche Einkommen zu erhalten, wie durch das Schneidern von Kleidung, das Anlegen von Fischteichen oder das Züchten von Tieren, die dann verkauft werden können", erläutert Simone Kreimendahl.

Außerdem erhalten die Dorfbewohner Unterstützung bei der Anlegung von Gemüsegärten zur Selbstversorgung. Durch diese Maßnahmen müssen die Kinder nicht mehr auf den Feldern mitarbeiten - und es wird jedem Kind ermöglicht, die Schule zu besuchen, denn Bildung ist ein wichtiger Schritt, um die Armut zu bekämpfen.

Da bei diesem Projekt Hilfsprogramme der Regierung genutzt werden und die Dorfbewohner sich mit ihrer Arbeitskraft selbst für die Verbesserung ihrer Situation einsetzen, reichen 1400 Euro, um die Maßnahmen in einem Dorf umzusetzen und den Menschen ein hoffnungsvolleres Leben zu ermöglichen.

In den vergangenen beiden Jahren waren beim Andheri-Basar insgesamt mehr als 20.000 Euro für notleidende Menschen zusammengekommen: 2014 waren es 10.400, 2015 sogar 11.400 Euro.

Quelle: RP
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