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Thema Öpnv-Anbindungen
Angeregte Diskussion um den Nahverkehr an der Wupper

Thema Öpnv-Anbindungen: Angeregte Diskussion um den Nahverkehr an der Wupper
Die Tage der Linie 659 von Herkingrade nach Lennep scheinen gezählt zu sein, berichten die Stadtwerke Remscheid. FOTO: Dörner (Archiv)
Radevormwald. 60 Zuhörer kommen zu einer Bürgerversammlung und diskutieren über den Entwurf der OVAG, den Personennahverkehr neu zu regeln. Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald Die Stimmung ist positiv, aber angespannt: 60 Interessierte waren der Einladung des Bürgervereins für die Wupperorte in den großen Saal im Katholischen Pfarrheim St. Josef in Vogelsmühle gefolgt. Thema war der neue Nahverkehrsplan für den Oberbergischen Kreis, der derzeit entwickelt wird. In der Diskussion ging es vor allem darum, dass die Bürger den Vertretern aus Politik und Verwaltung ihre Meinung und ihre Befürchtungen zur möglichen Streichung einiger Busverbindungen in die Wupperorte mitteilen konnten.

Neben Herbert Moeselaken, Vorsitzender des Bürgervereins, saßen Bürgermeister Johannes Mans, CDU-Kreistagsmitglied Christian Viebach und Ordnungsamtsleiter Jochen Knorz auf dem Podium; die Diskussion leitete Hans-Otto Ottfried. Und die rege Beteiligung der Bürger zeigte, dass das Thema durchaus unter den Nägeln brennt.

Es geht um die Linie 626 (hier eine Aufnahme vom August 2013): An dieser Linie hängen 2000 bis 3000 Menschen. FOTO: dörner (archiv)

So ging ein Bürger etwa auf die Äußerung Viebachs, dass es in Radevormwald kein Wunschkonzert bezüglich der künftigen Nahverkehrsverbindungen gebe, ein: "Wir sollten sehr wohl ein Wunschkonzert haben, gerade was die Keilbecker Straße und die Linie 626 angeht." Es gebe viele ältere Menschen und auch Arbeiter, die mit dem Bus zur Frühschicht ins Industriegebiet führen. "Hückeswagen hat da eine bessere Busverbindung als wir hier in den Wupperorten", sagte der Bürger. Das könne so nicht sein. Ein anderer sagte: "Es gibt wohl kaum einen in diesem Raum, der glaubt, man könne die Linie 626 einstellen. Das ist nicht das Thema." Im Gegenteil gehe es darum: "Was machen wir mit ihr, wie kann es mit ihr weitergehen? Dafür brauchen wir kreative Ideen!" Es bringe schließlich nichts, nur zu schimpfen, im Gegenteil: Es müssten kreative Lösungen für die Probleme gefunden werden, sagte der Mann, der gleich noch einen Vorschlag äußerte: "Man müsste die OVAG auffordern, die Ideen durchzurechnen, die wir ihnen präsentieren."

Das Thema Nahverkehr in den Wupperorten gebe es seit 33 Jahren, sagte ein anderer Teilnehmer: "Also seit ich hier wohne, das ist nichts Neues." Die vier Minuten, die man durch die Schleife nach Keilbeck hoch einsparen könne, könnte man auch in Beyenburg einsparen. "Das haben wir nachgemessen. Und dort gibt es andere Anbindungen", sagte er. Außerdem seien die Stadtwerke Remscheid bereit, mit den Bürgern zu reden. Eine Frau machte deutlich: "Die Linie 659 fuhr immer schon auf Kosten der Stadtwerke. Die OVAG hat uns immer schon sträflichst vernachlässigt. Es wird Zeit, dass wir auch einmal etwas einfordern." Schließlich sei es das Ziel, eine Verbesserung der Situation in den Wupperorten zu schaffen.

Quelle: RP
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