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Radevormwald
Anschluss in Beruf oder Schule gesichert

Radevormwald: Anschluss in Beruf oder Schule gesichert
Die Abschlussschüler der Geschwister-Scholl-Schule trafen sich im Wartburghaus. FOTO: Moll
Radevormwald. Alle 55 Entlassschüler der Geschwister-Scholl-Schule haben eine Perspektive für die Zeit nach den Sommerferien. Von Marion Gerdel

Mit launigen Reden und lustigen Sketchen über die Lehrer, die sie die letzten sechs Jahres ihrer Schulzeit begleitet haben, verabschiedeten sich 55 Schüler von der Geschwister-Scholl-Schule. Festlich gekleidet versammelten sie sich im Wartburghaus, um gemeinsam mit Lehrern und Eltern ihre erfolgreichen Abschlüsse zu feiern. Von den 55 Abschlussschülern haben 20 die Fachoberschulreife, den früheren Realschulabschluss, geschafft, acht von ihnen sogar mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.

Ihre Lehrer Heinz Baer (10a), Petra Neußer (10b) und Regina Lellwitz (10c) verabschiedeten sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Immerhin sind wir vier bis fünf Jahre zusammen gewesen und haben bis zu 20 Stunden pro Woche miteinander verbracht, das verbindet", sagte Heinz Baer, "man kennt sich gut, und sie werden uns bestimmt fehlen, auch wenn es zwischendurch durchaus auch schon einmal anstrengend war."

Dieser Abschied ist für die Lehrer auch deshalb etwas Besonderes, weil die Hauptschule ausläuft. Petra Neußer und Regina Lellwitz werden zum kommenden Jahr die Schule verlassen, weil das Kollegium verkleinert werden muss. "Es passiert häufig, dass uns die Schulabgänger später noch einmal in der Schule besuchen. Dann werden wir nicht mehr da sein. Wir sehen sie so wahrscheinlich nicht mehr", bedauerten die Pädagoginnen den Schnitt. "Keiner unserer Schüler landet auf der Straße", freute sich Heinz Baer. "Alle gehen entweder auf eine weiterführende Schule oder beginnen eine Ausbildung." Dieses gute Ergebnis führt er nicht zuletzt auf die gute Berufsvorbereitung der Hauptschule zurück.

Mit den Klassenfahrten nach York, Berlin und München, stärkten sie den Zusammenhalt. Das betonte auch Schülersprecherin Anja Halbach in ihrer Rede. "Die Klassenfahrten haben uns noch einmal so richtig zusammengeschweißt, und nun ist plötzlich alles zu Ende. Es wird nie wieder so werden, wie es war", bedauerte sie. "Obwohl wir uns alle oft gewünscht haben, dass die Schule endlich vorbei ist, heute ist es schwer zu realisieren." Sie dankte Eltern, Lehrern, dem Förderverein und der Schulsekretärin für die langjährige Unterstützung.

Die Klassenlehrerinnen erhielten zum Abschied einen Blumenstrauß und für Heinz Baer gab es einen großen Bären. "Es ist jetzt Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Ich wünsche mir und glaube daran, dass jeder von Euch es schaffen wird, weiterzukommen", sagte Anja Halbach.

Schulleiter Reiner Klausing gab den Schülern mit auf den Weg, dass sie sich immer darauf besinnen sollen, den richtigen Weg zu gehen. "Ihr müsst erkennen, wo Eure Stärken und Schwächen liegen. Auf diese Erkenntnis müsst ihr Euren individuellen Weg in die Zukunft aufbauen. Einige sehen vielleicht schon dieses Ziel, andere suchen ihn noch. Aber das ist nicht schlimm. Wer viele Umwege geht, verbessert seine Ortskenntnisse", sagte Klausing.

Quelle: RP
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