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Radevormwald
Armin-Maiwald-Schule bald Teilstandort

Radevormwald: Armin-Maiwald-Schule bald Teilstandort
FOTO: Radowski
Radevormwald. Der Name der zusammengeführten Förderschulen von Radevormwald und Hückeswagen (auch für Wipperfürth) heißt Förderschule Nordkreis. Rades langjährige Leiterin Gina Hellerling hat ab Sommer eine neue berufliche Perspektive. Von Wolfgang Scholl

Zum letzten Mal starten Schüler und Lehrer der Armin-Maiwald-Schule heute als Teil der selbstständigen Rader Förderschule in die Ferien. Zum neuen Schuljahr geht die Bergerhofer Schule als Teilstandort in die Förderschule Nordkreis mit Standorten in Hückeswagen und Radevormwald (Erich-Kästner-Schule, Armin-Maiwald-Schule) auf. "Die Schule hat den Hauptsitz in Hückeswagen, einen Teilstandort in Rade", sagt Gina Hellerling, die langjährige Rader Schulleiterin. Die Bezirksregierung hat ihr inzwischen eine Schulleitungsoption für den Sommer außerhalb Rades eröffnet.

Schulleiterin wird, wie 2015 festgelegt, Renate Mohr aus Hückeswagen, Konrektor Udo Lesemann. Die Rader Konrektorin Sibylle Dahlke wird keine Leitungsfunktion ausüben, da sie zum Jahreswechsel 2016/17 in den Ruhestand geht. "Die 14 Kollegen sind inzwischen schon zum 1. August an die Erich-Kästner-Schule versetzt worden", sagt Gina Hellerling.

Durch Wegzüge ist die Zahl der Schüler in Rade zuletzt leicht gesunken, für den Sommer sind aber wieder 90 bis 95 Schüler angemeldet. "Derzeit haben wir wegen einer dauerhaft erkrankten Kollegin die Zahl der Klassen von sieben auf sechs reduziert und bis zum Sommer einen Aufnahmestopp erlassen", erklärt Gina Hellerling.

Ein Förderschul-Teilstandort wie in Bergerhof bleibt nach der Landesgesetzgebung so lange erhalten, wie die Zahl von 72 Schülern nicht unterschritten wird. Deshalb geht die Noch-Schulleiterin davon aus, dass die nächsten Jahre von Bergerhof gesichert sind - trotz der Inklusionsbestrebungen, die von den Kollegen des Kompetenzzentrums Armin-Maiwald-Schule für die Regelschulen unterstützt werden. So ist Förderschullehrer Jörg Siebers Mitglied der Konzeptgruppe für die neue Sekundarschule. Hellerling glaubt, dass bisher zwischen zehn und 20 Schüler in die Regelschule integriert worden sind.

Die neue Schulleiterin aus Hückeswagen, die seit Schuljahresbeginn auch die gemeinsame Steuerungsgruppe zur Fusion leitet, möchte darauf achten, dass der Schulstandort Rade auch in Zukunft attraktiv bleibt. Renate Mohr berichtet von einer guten Stimmung zwischen den Vertretern der beiden Noch-Schulen, weil es bereits früher schon regelmäßige Treffen und einen Austausch zwischen den Kollegen gab. In Hückeswagen werden aktuell 159 Schüler - mit Wipperfürth - unterrichtet.

Auch aus pädagogischer Sicht wachsen die Standorte Schritt für Schritt zusammen. Es gab gemeinsame Konferenzen (Themen: Erziehungsarbeit und Unterricht), ein weiterer Erlebnistag ist für Juni geplant. Gesprochen worden ist über Erziehungskonzepte und Teamarbeit. "Es soll nicht direkt alles geändert werden. Zum neuen Schuljahr wird erst einmal so gestartet wie bisher", sagt Gina Hellerling. Ergänzend gab es in dieser Woche einen Elternabend, bei dem sich 15 Elternteile informierten. "Die Eltern werden in den Prozess mit eingebunden", verspricht die Förderschulleiterin, "das läuft bisher recht gut."

So ist überlegt worden, welche Ideen und Konzepte aus den einzelnen Schulen übernommen werden sollen. Gina Hellerling nennt als Beispiel das "Ampelsystem" bei Unterrichtsstörungen, das auch in Hückeswagen eingeführt werden soll. Bei einem Problem im Unterricht gibt es eine Farb-Warnung für den betreffenden Schüler - mit später angedrohten Konsequenzen. "Da wissen alle Schüler vom ersten Schuljahr an verlässlich, wie sie sich verhalten müssen und was folgt, wenn sie gegen die Regeln verstoßen", sagt Hellerling. Dadurch seien an der Armin-Maiwald-Schule lästige Diskussionen mit den Schülern Vergangenheit.

Renate Mohr zeigt sich für die nächsten Wochen und Monate optimistisch: "Wir sind quasi schon eine Schule."

Quelle: RP
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