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Radevormwald
Attraktionen locken in die Innenstadt

Radevormwald: Attraktionen locken in die Innenstadt
18 Vereine und Institutionen präsentierten sich auf dem Martinsmarkt. Für die jungen Besucher gab es viele Angebote - zum Beispiel Ponyreiten. FOTO: Hertgen
Radevormwald. 18 Vereine präsentierten sich gestern auf dem Martinsmarkt. In Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag zog dieser viele Besucher in die Innenstadt. Für die Werbegemeinschaft "Rade lebt" war das ein großes Erfolgserlebnis. Von Flora Treiber

Als "einen Tag von Radevormwaldern für Radevormwalder" bezeichnete Marcus Strunk, Vorsitzender der Werbegemeinschaft und Organisator, den Martinsmarkt. Derweil verkaufte Lara Stuckart mit ihren Klassenkameraden Waffeln und Erfrischungsgetränke an der oberen Kaiserstraße. "Unsere Einnahmen kommen der Armin-Maiwald-Schule zugute", erzählte die 13-Jährige. Mit Strom und Wasser wurde der Stand der Klasse O1 von Immobilien Stennmanns versorgt. "Die Armin-Maiwald-Schule ist eine wichtige Förderschule, die unbedingt erhalten werden sollte. Deswegen unterstützen wir die Schüler gerne", sagte Kerstin Stennmanns.

Ein paar Stände weiter wurde Ponyreiten angeboten, und der Förderverein des SC 08 grillte frische Würstchen. "Rade integrativ" sammelte in diesem Jahr nicht nur Geld für die Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung, sondern auch für den Bau in Bergerhof: Dort entsteht das Gebäude für die Wohngemeinschaft, in die im Mai bis zu acht junge Erwachsene einziehen sollen. "Unsere Kinder sind groß geworden und wollen jetzt gerne ausziehen. Die Wartezeit für Wohngemeinschaften kann bis zu acht Jahren lang sein. Deswegen bauen wir mit der Hilfe eines Investors selber", sagte Christiane Schnell, Vorstandsmitglied von "Rade integrativ", an deren Stand es frische Suppen gab.

Die Tanzgarde der Radevormwalder Karnevalsgesellschaft bot ein üppiges Kuchenbuffet an, während die Mütter des katholischen Kindergartens St. Marien direkt gegenüber Leberkäse verkauften. "Wir haben uns ein großes Ziel gesetzt: nämlich die Finanzierung eines neuen Klettergerüsts. Das braucht der Kindergarten dringend", sagte Meike Höller, Mutter von zwei Kindern.

Die Harmonika-Band nutzte den Martinsmarkt, um erste Vorbereitungen für das Stadtjubiläum im kommenden Jahr zu treffen. "Anlässlich der 700-Jahr-Feier stellen wir ein Musical mit Gesangs- und Musikstudenten der Uni Wuppertal auf die Beine. Dafür brauchen wir zusätzliche finanzielle Mittel", sagte Wolfgang Gries, Vorsitzender der Harmonika-Band.

Acht Lehrer der Grundschule Stadt bedruckten auf dem Schlossmacherplatz mit Besuchern Leinenbeutel, um die Schulkasse aufzubessern. Zum Einsatz kam Linoldruck und Wachsmalkreide. Schulleiterin Jutta Felderhoff und Angela Heinrichs betreuten den kreativen Stand. "Bei dem Aufbau haben unsere Ehemänner geholfen", sagte Felderhoff. Anita Schock, Vorsitzende des Fördervereins der Kindertagesstätte Himmelswiese, verkaufte mit ihren Helfern Plätzchen und Raketenwaffeln. Jeder Stand bot gestern liebevolle Kleinigkeiten und Köstlichkeiten an und bekam dabei nicht nur Unterstützung von seinem Patengeschäft, das Strom und Wasser stellte. "Die Resonanz ist wirklich gut", lobte Schock die Rader.

Viel los war nicht nur an den Vereinsständen, sondern auch in den Geschäften. Nachdem diese um 18 Uhr die Ladentür geschlossen hatten, konnte der Martinszug in Begleitung des Posaunenchors Remlingrade am Hohenfuhrplatz beginnen. Auf dem Marktplatz loderte das Martinsfeuer, St. Martins Mantel wurde zerteilt, und die Stadtwerke verteilten 1300 Weckmänner an die Kinder aus Radevormwald. Gebacken worden war das Gebäck von ortsansässigen Bäckereien.

Quelle: RP
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