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Radevormwald
Auf App-Erkundung durch Schloss Burg

Radevormwald: Auf App-Erkundung durch Schloss Burg
Viele Informationen über Schloss Burg und die Geschichte des Grafen von Berg werden über die von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Kooperation mit dem Schlossbauverein entwickelte App vermittelt. FOTO: Martin Kempner
Radevormwald. Ein informativer Rundgang durch Schloss Burg funktioniert auch ohne echten Museumsführer. Als Ersatz dient eine App für das Smartphone. Besonderes Feature ist der Damals-Button mit historischen Aufnahmen. Von Sandra Grünwald

Burg Vor gut einem Jahr wurde die App "Schloss Burg" zugänglich gemacht. Entwickelt wurde sie von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Kooperation mit dem Schlossbauverein Burg an der Wupper, realisiert vom Fraunhofer Institut in Frankfurt. Für den Besucher von Schloss Burg soll das historische Gebäude nicht nur virtuell erlebbar gemacht werden, sondern auch viele interessante Informationen zur Geschichte, zu Höhepunkten und Niederlagen stets greifbar sein.

Herunterladen lässt sich die App am einfachsten direkt von der Website www.schlossburg.de, wo es unter dem Menüpunkt "Führungen und Angebote" zur Seite "Schloss Burg App" geht. Hier hat man die Wahl zwischen einem Download auf IOS- oder Android-Geräte. Die hinterlegten Links leiten zu den jeweiligen App-Stores weiter, von wo die App "Schloss Burg" kostenlos heruntergeladen werden kann. Es ist ratsam, die App schon zuhause zu installieren, denn auch offline lassen sich viele Informationen abrufen und Fotos anschauen, was zum einen neugierig macht auf die übrigen App-Features und zum anderen den Akku schont.

Eine Bildergalerie zum Thema "Wie die alte Burgruine zum Steinbruch wurde" zum Beispiel zeigt nicht nur das steinerne Gerippe von Schloss Burg in historischen Aufnahmen, sondern erzählt auch, wie die Burgruine nach dem 30-jährigen Krieg in einem so erbärmlichen Zustand war, dass niemand sie mehr haben wollte. So kam es, dass beim Bau eines Landgerichts in Wuppertal-Elberfeld die Steine und Balken von Schloss Burg verwendet wurden.

Verschiedene Bildergalerien, wie über den Wiederaufbau, den Brand um 1920 oder den Besuch des Kaisers Wilhelm II. zeigen anschaulich, wie es in und um Schloss Burg im Laufe der Jahre zuging. Tippt man unten auf den Button "Mehr anzeigen" erhält man den dazugehörigen Text. Allerdings kann es dabei durchaus vorkommen, dass beim Scrollen der Text überlappt und nicht mehr lesbar ist. Vor allem bei längeren Textpassagen scheint das vorzukommen.

Wer die Information trotzdem unbedingt erhalten möchte, der kann sich den Text auch vorlesen lassen. Dazu braucht man nur auf die Play-Taste tippen. In der Mitte ist angezeigt, wie viele Sekunden die Lesung dauert, und rechts lässt sich die Lesung wieder von vorne beginnen. Es hat so seine Vorteile, sich den Text vorlesen zu lassen. Zum einen braucht man sich, wenn man mit dem Smartphone unterwegs ist, nicht mit der kleinen Schrift herumquälen und zum anderen wurden die Texte von Horst Kläuser eingesprochen. Der WDR-Journalist aus Remscheid versteht es, sie interessant und kurzweilig zu präsentieren. Ist man vor Ort, zeigt eine Karte mit dem Grundriss von Schloss Burg, wo es überall zusätzliche Informationen oder eben Features gibt, die sicher nicht nur Erwachsenen Spaß machen. Zum Beispiel gibt es mehrere Punkte, bei welchen man mittels einer 360 Grad-Ansicht zwischen Schloss Burg heute und Schloss Burg damals hin- und herwechseln kann. Steht man an der entsprechenden Stelle, hält man das Smartphone oder den Tablet-PC hoch, bis die App die Ansicht erfasst hat. Dann kann man mittels eines Buttons auf "damals" wechseln und erhält eine historische Aufnahme genau dieses Gebäudeteils in schwarz-weiß.

Im Rittersaal von Schloss Burg dürfen Besucher auf die Suche nach verschiedenen Ausschnitten der Wandgemälde gehen, was zum einen Spaß macht und zum anderen dazu verleitet, sich die Gemälde einmal genauer anzusehen. Drei Ausschnitte sind vorgegeben. Visiert man mit dem Smartphone einen dieser Ausschnitte an, wird er von der App erkannt und man kann sich die Geschichte anzeigen lassen beziehungsweise anhören, die hinter dem jeweiligen Ausschnitt steckt - wie etwa die Verlobung der fünfjährigen Maria von Jülich-Berg mit dem sechsjährigen Johann von Kleve Mark im Jahr 1496. Allerdings stürzt gerade hierbei die App mehrmals ab, und der letzte Bildausschnitt wurde trotz mehrmaliger Versuche nicht erkannt.

Fazit: Es macht Spaß, mit der App Schloss Burg zu erkunden. Allerdings ist nach einer Stunde der Akku leer.

www.schlossburg.de

Quelle: RP
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