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Radevormwald
Auf der Suche nach dem richtigen Beruf

Radevormwald: Auf der Suche nach dem richtigen Beruf
Die Aula der Grundschule Stadt bildete das Zentrum beim "Tag der Ausbildung". Von dort fuhr der Bürgerbus zu Außenstationen. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Das Rader Unternehmernetzwerk (RUN) brachte beim sechsten Tag der Ausbildung am Samstag wieder Vertreter von meistens Rader Arbeitgebern und junge Bewerber zusammen. Die Aula der GGS Stadt war wieder der Zentralpunkt. Von Flora Treiber

32 Unternehmen beteiligten sich am Samstag an dem Tag der Ausbildung, der zum sechsten Mal von dem Radevormwalder Unternehmernetzwerk (RUN) organisiert wurde. An den Messeständen, die sich in der Aula der Grundschule Stadt aufreihten, informierten sich viele Schüler und Ausbildungssuchende über Karrierechancen und verschiedene Berufsfelder.

Der Andrang war wie in den vergangenen Jahren groß. Jens Bäumler, Ausbildungsleiter bei BÖ-LA Siebdruck, kam mit vielen jungen Menschen ins Gespräch und beantwortete viele Fragen auch über Nischenberufe, die man in seiner Firma erlernen kann. "Unsere Branche zieht besonders junge Männer an, die sich für Siebdruck interessieren. Der Tag der Ausbildung ist toll, um erste Kontakte zu knüpfen und einen ersten Eindruck zu hinterlassen", sagte er.

Theorie und Praxis 

Dass der Tag der Ausbildung wieder zurück in der Grundschule Stadt ist, findet er gut. Zuletzt war die Messe im "life-ness", aber auch im Wartburghaus. "Die Grundschule eignet sich super für diese Veranstaltung", sagte er. Am Stand des Sana Krankenhauses Remscheid und Radevormwald informierten sich sowohl junge Männer als auch Frauen über die verschiedenen Pflegeberufe.

Die gut vergütete Ausbildung zieht inzwischen viele Jüngere in den Pflegebereich. "Obwohl wir es immer noch mit einer Frauendomäne zu tun haben, holen die Männer langsam aus. Pflegeberufe, besonders im Bereich der Kindermedizin, sind beliebt, mittlerweile sind alle Ausbildungsplätze belegt", sagte Praxisanleiter und Fachpfleger Thorsten Leischner. Er freute sich über die vielen Fragen, die ihm am Samstag gestellt wurden. "Das Interesse ist bei uns wirklich groß. Auch, weil wir in unseren Ausbildungsberufen eine hohe Übernahme-Chance haben." Manche Ausbildungsanwärter brachten ihm ganz spontan die fertige Bewerbung mit. "Das ist ungewöhnlich, aber natürlich auch ein Weg, um in Erinnerung zu bleiben", sagte er.

Geschick konnten die Azubis der Zukunft am Stand von Malermeister Lars Sonnenschein bei Ehefrau Tanja sammeln. Auf Leinwänden probierten sie erste Techniken aus und machten sich mit dem Beruf des Malers vertraut. Mehr theoretisch ging es an dem Messestand der AOK zu, der von Christa Wester betreut wurde. In einem großen Unternehmen wie der AOK zu arbeiten, ist für viele Jugendliche attraktiv. "Aufstiegschancen und eine Übernahmegarantie sind zwei unserer Stärken", sagte Wester. Wie die meisten Vertreter auf der Messe achtete auch sie bei den Gesprächen auf die Persönlichkeit des jeweiligen Schülers. "Viele sind noch sehr jung, aber ihr Interesse ist immens."

Sylvia Köster, Leiterin der Kindertagesstätte Himmelswiese, informierte über den Beruf des Erziehers. "Den Tag kann man nutzen, um sich nach Praktika zu erkundigen", sagte sie. Zum Tag des Ausbildung hatten auch in diesem Jahr wieder Betriebe ihre Türen am Standort geöffnet, um Bewerber hinter die Kulissen blicken zu lassen. Der Bürgerbus übernahm den Shuttle von der Grundschule zu den sechs Betrieben.

Quelle: RP
 
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