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Aytug Gün
"Vielleicht war es gut, früh auszuscheiden"

Radevormwald. Für den Titel "Deutschlands Superstar 2016" hat es für Aytug Gün nicht gereicht. Der 27-jährige Rader ist aus der RTL-Castingshow ausgeschieden. Doch der Sänger will trotzdem weitermachen.

Herr Gün, darf ich Ihnen zum zehnten Platz gratulieren oder überwiegt die Enttäuschung?

DSDS 2016: So wurde Prince Damien der neue Superstar FOTO: RTL / Stefan Gregorowius

Gün Sie dürfen gerne gratulieren. Im ersten Moment nach der Entscheidung waren alle schockiert. Selbst die anderen Kandidaten und die Jury. Aber jetzt ist alles super. Schlimm ist nicht das Rausfliegen, sondern das Gefühl, den DSDS-Alltag nicht mehr zu erleben.

Gleich nach dem Auftritt wirkten Sie unzufrieden. Hatten Sie eine Vorahnung?

Gün Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht hundertprozentig abgeliefert habe. Wenn ich die Aufnahmen von den Proben mit dem Auftritt vergleiche, war es einfach schlechter.

Manche Fans glauben, dass das Voting abgekartet war.

Gün Dazu kann ich gar nichts sagen. Ich würde nie behaupten, dass beim Voting manipuliert wurde. Es ändert nichts an der Tatsache, dass ich nicht mehr dabei bin. Meine Leistung war nicht gut genug, Telefonvoting hin oder her.

Sie haben anklingen lassen, dass nicht alle Kandidaten kollegial waren. Wie gut war das Miteinander?

Gün Wir sind alle super miteinander zurechtgekommen. Das war wirklich sehr familiär. Klar, es gab Konkurrenzverhalten, aber das war eher selten. Am Ende gewinnt nur einer, das war allen klar. Wir wussten, worauf wir uns einlassen. Wir kannten das Spiel.

Was glauben Sie, welcher Kandidat Superstar 2016 wird?

Gün Ich glaube, Mark oder Prince. Prince hat das Gesamtpaket, inklusive einer richtig guten Stimme. Das ist vielleicht das, was mir am Ende gefehlt hat.

Die Fans haben Sie bis zum Schluss unterstützt. Und sie finden in den Sozialen Netzwerken immer noch tröstende Worte.

Gün Meine Fans sind großartig. Das gute Feedback ist total tröstend. Ich hätte ihnen gerne Woche für Woche bewiesen, was ich kann. Aber bei DSDS ist alles möglich, man kann gewinnen, aber auch von einer auf die andere Sekunde herausfliegen.

Bald werden Sie 28. Wie geht es jetzt weiter - Bühne oder Kindergarten?

Gün Ich arbeite zum 1. Juni wieder im pädagogischen Dienst der Stadt Mannheim. Aber Musik werde ich weiterhin machen. Ich will Gesangsstunden nehmen, die hatte ich ja vorher noch nie. Und ich möchte Klavier oder Gitarre lernen. will mich musikalisch weiterentwickeln.

War DSDS das Sprungbrett dafür?

Gün Ja, möglich. Vielleicht war es sogar vorteilhaft, früh auszuscheiden. So kann ich meine eigene Karriere starten, ohne durch das Format zu vorbelastet zu sein.

Was steht jetzt beim Heimatbesuch an?

Gün Nach dem tränenreichen Abschied bin ich sofort los in Richtung Rade. Die Tage nutze ich, um Zeit mit meinen Eltern und der ganzen Familie zu verbringen. Ich besuche ein paar Kumpels und morgen fahre ich nach Thüringen zur Aufzeichnung der DSDS-Show. Samstag ist die Entscheidung in Duisburg.

Also ist das Kapitel DSDS noch nicht beendet?

Gün Ja! Beim Finale am 7. Mai treten wir alle noch einmal zusammen auf. Darauf freue ich mich schon. Danach muss man schauen, ob es Angebote gibt, und mit wem ich dann als Sänger zusammenarbeite - oder eben nicht. Die musikalische Reise geht definitiv weiter.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE JESSICA BALLEER.

Quelle: RP
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