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Radevormwald
Azubis als Helden in der Kindertagesstätte

Radevormwald: Azubis als Helden in der Kindertagesstätte
Soziales Teamtraining im Kindergarten (v.l.): Guillaume Wankoua, David Klaffer, Christopher Hamacher und Lukas Altenhenne sind alle im ersten Ausbildungsjahr bei der Firma Kuhn Edelstahl. Die jungen Leute halfen tatkräftig mit, damit es in der Kita Sprungbrett noch schöner aussieht. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Die Firma Kuhn Edelstahl absolvierte ihr jährliches Teamtraining im "Sprungbrett" an der Herderstraße. Die Auszubildenden unterstützten die Kinder tatkräftig und lernten dabei gleichzeitig viel über das Thema Teamarbeit. Von Marion Gerdel

Zwei Tage war es voll in der Kindertagesstätte Sprungbrett. Zu den 86 Mädchen und Jungen kamen am Montag und Dienstag 40 junge Erwachsene. Grund war das Teamtraining, das die Auszubildenden der Firma Kuhn Edelstahl absolvieren und das im Dienst der Jüngsten stehen sollte. "Wir haben die Rader Kindergärten angeschrieben und gefragt, wer Interesse an unserer Unterstützung hat", sagt Selina Hofmeister, die bei Kuhn Edelstahl als Gesamtausbildungsleiterin tätig ist. Zwei Einrichtungen hatten sich gemeldet. Da es in der Kita Sprungbrett genügend Arbeit für die große Anzahl der Azubis gab, fiel die Wahl auf diese Einrichtung. Die jungen Männer und Frauen, die sonst an Maschinen stehen oder am Computer arbeiten, wurden dort zwei Tage als Gärtner, Anstreicher und Holzarbeiter tätig.

Alina Gravelaar, Leiterin der Kindertagesstätte hatte spontan auf den Aufruf der Firma Kuhn reagiert. "Wir haben zwar sehr engagierte Eltern, aber wir haben auch viel zu tun, um einen wirklich schönen Kindergarten zu gestalten. So können wir gar nicht genug helfende Hände haben", sagt sie.

Für die Jungen und Mädchen der Tageseinrichtung waren die Tage mit den jungen Leuten sehr interessant. "Für unsere Kinder waren die Auszubildenden Helden, die sie kaum einen Schritt allein machen ließen. Alles wurde beobachtet, jedes Werkzeug war spannend, bei jeder Arbeit wollten sie mithelfen", sagt Alina Gravelaar. "Wir wären einer Wiederholung mit Sicherheit nicht abgeneigt."

Entsprechend hatten die Kinder und Erzieher ein großes Dankeschön vorbereitet. Ein gemeinsam gesungenes Lied, Helferurkunden und Schokolade sollten die Gäste an ihre Zeit in der Kita erinnern.

Lukas Altenhenne, angehender Konstruktionsmechaniker, findet es besonders gut, dass das Teamtraining in einem Kindergarten stattfand. "So konnten wir helfen, es für die Kinder schöner zu machen", sagt er. Selina Hofmeister und Andreas Döbler, der bei Kuhn Edelstahl als Ausbildungsleiter für den gewerblich-technischen Bereich tätig ist, durften für die Firma noch ein von den Kindern gemaltes Bild entgegennehmen. Neben den Arbeiten im Kindergarten gehören zum Team-Training auch zwei Übernachtungen in der Bildungsstätte. Abends wurden weitere Aktionen als Teambildung unternommen. "Unsere Auszubildenden sollen lernen, zusammen zu arbeiten und als Team ihr Ziel zu erreichen", sagt Selina Hofmeister.

Alle Auszubildenden hatten viel Spaß an der Abwechslung zu ihrem normalen Arbeitstag. "Wir sind uns nähergekommen", sagt Guillaume Wankoua, der als angehender Gießereimechaniker sonst eher selten die Gelegenheit hätte, andere Auszubildende, wie zum Beispiel David Klaffer, der als kommender Fachinformatiker für Systemintegration tätig ist, kennenzulernen.

Der sieht vor allem die gemeinsamen Abende mit Spiel, Sport und Teamtraining als wichtig an. "Wir sind ja auch betriebstechnisch voneinander abhängig", sagt Christopher Hamacher der als angehender Zerspanungsmechaniker arbeitet.

Selina Hofmeister zieht ebenfalls ein positives Fazit des Teamtrainings: "Wir konnten sehen, dass man mit vielen Händen einiges bewirken kann."

Quelle: RP
 
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