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Radevormwald
Bäcker gegen Hygieneampel

Radevormwald. Die von Verbraucherschutzminister Johannes Remmel initiierte Hygieneampel schlägt hohe Wellen und stellt Bäckerbetriebe unter Umständen an den Pranger. Das jedenfalls befürchtet die Bäckerinnung Bergisches Land und startete jetzt gemeinsam mit weiteren Innungen die Marketing-Kampagne "Remmel-Semmel". "Wir unterstützen diese Aktion und sind der Meinung, dass unsere Betriebe nicht ungerechtfertigt an den Pranger gestellt werden dürfen.

Nicht alle Beanstandungen der Lebensmittel-Kontrolleure stellen eine Gefährdung der Kunden dar. Das derzeitige Konzept birgt Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten", sagt Peter Lob, Lehrlingswart der Bäckerinnung Bergisches Land. Einige Bäckerbetriebe nennen ihr "normales Brötchen" bis Ende Oktober "Remmel-Semmel". Ein rot-gelb-grünes Kontrollbarometer für Bäckerbetriebe soll Kunden zeigen, wie es um die Hygiene bestellt ist.

Remmel möchte, obwohl die Bundesregierung das abgelehnt hat, die Hygiene-Ampel verpflichtend einführen. Per Gesetz sollen Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen in einer Bewertungsskala mit Ampelfarben veröffentlicht werden. Auch andere betroffene Verbände - Fleischer, Brauer, DEHOGA und der Lebensmittel-Einzelhandel - lehnen das Hygienebarometer ab.

(rue)
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