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Radevormwald
Bald neues Konzept für Nordstraße

Radevormwald: Bald neues Konzept für Nordstraße
Ein Blick in den hinteren Bereich der Nordstraße von der Burgstraße aus. Dieser Bereich soll demnächst in die Planungen für Wohnbebauung einbezogen werden. FOTO: Hans Dörner (Archiv)
Radevormwald. Die Neubauten müssen zu einem finanziell positiven Ergebnis führen, sagt WFG-Geschäftsführer Rainer Meskendahl. Von Wolfgang Scholl

Die Sanierung der Häuser in der Nordstraße droht zu einer "unendlichen Geschichte" zu werden. "Es könnte aber sein, dass wir in der nächsten Zeit eine gute Lösung finden", sagt Rainer Meskendahl, der in der kommenden Woche als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) ausscheidet.

Die Stadt hatte vor einigen Jahren in dem Bereich drei alte Häuser erworben, um sie abzureißen und auf der Fläche neu zu bauen. Im hinteren Bereich hatte es bereits einen Teilabriss gegeben. An der Burgstraße war bereits vor einigen Jahren ein nichtstädtisches Haus abgerissen und zu einem Parkplatz umfunktioniert worden.

Alle bisherigen Konzepte, unter anderem mit drei Stadthäusern, sind an den finanziellen Vorstellungen der Stadt gescheitert. "Wir konnten diese Pläne nicht umsetzen, weil sie für die Stadt nicht ausreichend lukrativ waren", sagt Meskendahl. Die Fläche sei nur wirtschaftlich für die Stadt zu verwerten, wenn aus den vor einiger Zeit vorgeschlagenen 600 Quadratmetern Wohnfläche mindestens 800, besser aber 900, würden.

Um zu tragbaren Ergebnissen zu kommen, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft vor einiger Zeit bei einem Architekten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ziel sei es, möglichst im Rahmen des bestehenden Bebauungsplanes zu planen und zu bauen, damit es keine Verzögerung durch eine sonst noch notwendige Bebauungsplanänderung gibt. Eine Folge ist, dass die neuen Häuser in dem Denkmalschutzbereich dem bergischen Stil angepasst werden sollen und die Zufahrt wohl durch eine Tiefgarage erfolgt.

Die Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass eine solche Bebauung grundsätzlich möglich wäre, wenn auch die Hinterflächen des Grundstückes zu Wohnflächen genutzt werden. Um die Wirtschaftlichkeit zu erreichen, sollen in Absprache mit dem Fachbereich Stadtplanung und den Nachbarn im unteren Bereich Flächen zum Beispiel für Arztpraxen entstehen und im oberen Bereich Wohnungen.

Erste Gespräche mit den Stadtplanern hätten positive Signale ergeben. Und auch mit den Eigentümern der Nachbargrundstücke habe es erste Gespräche gegeben. Weitere sollen in den nächsten Tagen folgen. "Ich glaube, wir sind auf dem Weg, gemeinsame Lösungen zu finden", sagt Meskendahl. Beide Seiten müssten Konzessionen machen. Diese wiederum müssen aber auch für alle Seiten verbindlich festgelegt sein, damit Rechtssicherheit herrscht. Meskendahl ist nach den Auftaktgesprächen zuversichtlich, dass man bald zu einvernehmlichen Lösungen für alle Seiten finden wird.

Quelle: RP
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