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Radevormwald
Beim Blick in die Sterne die Alltagssorgen mal vergessen

Radevormwald: Beim Blick in die Sterne die Alltagssorgen mal vergessen
Den Himmel im Blick - Peter Kalbitz vom Astronomischen Verein Remscheid zeigt Besuchern der Sternwarte außergewöhnliche Himmelsphänomene. FOTO: Moll
Radevormwald. Peter Kalbitz vom auch für Rade zuständigen Astronomischen Verein Remscheid erklärt, warum die Himmelsschau durch ein Teleskop entspannende Wirkung haben kann. Von Hagen Thiele

Wem es auf der Erde zu hektisch wird, der sollte einfach mal einen Blick in den Sternenhimmel werfen, um die irdischen Sorgen hinter sich zu lassen. "Die Sterne machen keinen Krach und laufen auch nicht weg", sagt Peter Kalbitz vom Astronomischen Verein Remscheid augenzwinkernd. Niemand geringerer als Dr. Hans Schäfer, nachdem die Remscheider Sternwarte benannt ist, weckte durch seinen Physikunterricht vor knapp 35 Jahren Kalbitz Interesse an der Astronomie. Die Leidenschaft für die Sterne hat ihn bis heute nicht verlassen.

"Man muss kein Mathematiker oder Physiker sein, um an der Astronomie Spaß zu haben", sagt Kalbitz. Inzwischen sei die Technik so vorangeschritten, dass viele Teleskope dem Benutzer einen Großteil der Arbeit abnehmen. Hobbyfotografen können zudem ihre Kameras mit einem Adapter vor das Teleskop setzen und bereits mit einfachen Spiegelreflex-Geräten gute Ergebnisse erzielen.

Die nächste Gelegenheit für faszinierende Blicke ins All ergibt sich auch für Radevormwalder am kommenden Samstag, 9. Januar, in aller Früh. Von 6 bis 8 Uhr beobachten die Mitglieder des Astronomischen Vereins von der Dr.-Hans-Schäfer-Sternwarte aus eine Planetenkonstellation aus Venus, Saturn, Mars und Jupiter. Wenn das Wetter mitspielt, könne man zudem einen Blick auf den Kometen Catalina werfen. Warme Kleidung wird empfohlen. Die Veranstaltung findet nur bei wolkenlosem Himmel statt.

Einen Tag später spricht der Verein am Nachmittag auch Langschläfer an. Jeden Sonntag beobachten die Mitglieder gemeinsam mit den Besuchern von 15 bis 16.30 Uhr die Sonne. "Durch die Filter unseres Teleskops können wir sie gefahrlos betrachten", erklärt Kalbitz. Einmal im Quartal lädt der Verein zudem zu Sonderbeobachtungen ein.

"Manchmal vergesse ich wirklich Zeit und Raum", sagt Kalbitz. Immer wieder entdecke man etwas Neues oder Details wie etwa Wolkenbänder über dem Saturn, die sich ändern oder Schatten, die Berge auf dem Mond werfen. "Man braucht dafür schon etwas Zeit", sagt der leidenschaftliche Hobby-Astronom, aber sieht gerade darin das Schöne an der Himmelsbeobachtung. Das Hobby sei ruhig und fernab jeder Hektik. Selbst wenn andere der etwa 60 Mitglieder des Astronomischen Vereins Kalbitz am Teleskop Gesellschaft leisten oder bei Veranstaltungen Besucher dabei sind, werfe man ja immer für sich selbst einen Blick hinaus ins Weltall.

Info s zur Sternwarte und dem Verein sowie eine Übersicht über Veranstaltungen gibt es im Internet. www.sternwarte-remscheid.de

Quelle: RP
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