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Radevormwald
Beratung über Linie 659 im Herbst

Radevormwald: Beratung über Linie 659 im Herbst
Ob das Team des Bürgerbus-Vereinsvorsitzenden Uwe Orzeske vermehrt für den ÖPNV fahren kann, erscheint fraglich. FOTO: MOll (Archiv)
Radevormwald. Im Oktober muss Rade Änderungswünsche zum Nahverkehrsplan einreichen.

Nachdem der Entwurf für den Nahverkehrsplan im Juni in den Kreisentwicklungsausschuss eingebracht worden ist, haben sich auch die Mitglieder des Verkehrsausschusses mit dem Thema beschäftigt. Das 150 Seiten starke Werk des Nahverkehrplans soll bis zum September von den Fraktionen bearbeitet werden.

Zur nächsten Sitzung sollen dann die Veränderungswünsche vorgetragen werden. Christian Viebach (CDU und Vorsitzender des Kreisentwicklungsausschusses) erklärte, dass die wirtschaftliche Tragbarkeit des Nahverkehrs mit Bussen und Bahnen (Südkreis) eine entscheidende Rolle spiele, weil der Nahverkehr jedes Jahr mit Millionen Euro aus dem Kreishaushalt, finanziert durch die Kreisumlage der Kommunen, gestützt werden müsse. Der Kreis werde vor der Verabschiedung durch den Kreistag eine Kosten-Nutzen-Matrix erstellen.

Wie berichtet, plant der Kreis auf Initiative der Stadtwerke Remscheid die Streichung der Buslinie 659 von Herkingrade nach Lennep. Sie dient dem Vernehmen nach hauptsächlich dem Schülerverkehr. Vor Jahren war die Linie ausgedünnt worden, jetzt könnte sie ganz aus der Landkarte verschwinden. Die Bewohner der Wupperorte sollen mit der Linie 626 (Wuppertal-Oberbarmen bis Radevormwald) bis Herbeck fahren und dort in die Linie 671 umsteigen. Vorgeschlagen wird auch, die Fahrten der Linie 671 von Lennep nach Radevormwald nicht mehr über Krebsöge zu führen.

Jochen Knorz vom Ordnungsamt erläuterte, dass im Plan für Oberberg davon ausgegangen wird, dass die Nachfrage im Öffentlichen Personennahverkehr bis 2020 um fünf Prozent und bis 2030 noch einmal um sechs Prozent zurückgeht. Aufgestellt werde der Plan, um klarere Netzstrukturen zu erhalten, Erschließungsdefizite aufzuarbeiten, die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund zu rücken und die Kommunen über eine Neuregelung der Finanzen zu beteiligen. Es gebe primäre Netze mit regelmäßigem Linienverkehr, Ergänzungslinien für Anlieger zu den Zentren und tertiäre Ergänzungsangebote mit Anrufverkehr oder Bürgerbusunterstützung.

In Radevormwald soll überlegt werden, ob und wie der Bürgerbusverein mit eingebunden werden kann. Zwar wurde inhaltlich erst einmal nicht diskutiert, Alfred Baßler von der UWG wehrt sich aber gegen die Vorschläge, zum Beispiel die Fahrten der Linie 626 über die Keilbeck weiter zu reduzieren oder ganz einzustellen. "Wie sollen die Leute von dort nach Rade kommen?", fragt Baßler.

Zur Einbindung der oberbergischen Bürger ist für Mittwoch, 7. September, um 19 Uhr auf dem Campus der Uni in Gummersbach eine öffentliche Fragerunde mit Experten geplant. Die Stellungnahme der Stadt mit Verabschiedung durch den Stadtrat muss bis zum 15. Oktober erfolgen. Mitte November soll der Kreisentwicklungsausschuss den neuen Plan unter Berücksichtigung aller Eingaben der 13 Kommunen verabschieden.

(wos)
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