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Radevormwald
Bergfest der Dahlerauer Gemeinde und der Kita

Radevormwald. Es ging am Sonntagmittag ganz schnell. Die vielen kleinen "Fitzli-Putzkli", eben noch in blauen Kostümen, zeigten sich nun in leuchtendem Rot und sonnenähnlichem Gelb. Eine Kugel, gut gehütet vom Farbenkönig, ließ die kleinen "Blauland-Bewohner" in weiteren Farben erscheinen. Die Fabelwesen umarmten sich, und sogleich wurden sie zu Bewohnern in Mischfarben wie Lila oder Orange.

Die Botschaft war eindeutig: Egal, in welcher Farbe du erscheinst - du bist in unserem Kreis willkommen. Die Vorschulkinder der Kita "Wuppermäuse" boten Theater. Mit erkennbarer Freude schlüpften sie in die Kostüme, um das Stück "Blauland" von Tina Rau im Gemeindehaus am Siedlungsweg aufzuführen. "Die Kinder sind alle mit Freude dabei. Das Thema Integration steht im Mittelpunkt. Es ist auch bei uns ein aktuelles Thema", sagte Manuela Biekowski, Leiterin "Wuppermäuse". Die Kita am Raderberg besucht derzeit auch ein Geschwisterpaar aus Syrien, das mit den Eltern das Bergfest besuchte. "Die Verständigung mit den Eltern klappt über die französische bis hin zur kroatischen Sprache. Und wenn es nicht anders geht, auch mit Händen und Füßen", sagte Biekowski.

Sie freut sich, dass die Integration gelingt. Die Flüchtlingskinder Alenda (5) und ihr Bruder Zagros (3) hatten ihren Spaß mit den Luftfballons, die Jacqueline Sidot aufblies. Die blauen Gebilde erhielten noch lustige Gesichter und Füße, damit sie mit den blauen "Fitzli-Putzli" mithalten konnten.

Am Nachbarstand wurden kleine Ballontiere gebastelt, auch ein Schwungtuch war bereitgehalten. Kita-Praktikantin Sharin Rüter verwandelte Mädchen mit Schminke in kleine Feen. Milika (10) aus Syrien hatte sich für die blaue "Sternenfee" entschieden und blieb geduldig. Später zeigte sie sich glücklich über das Ergebnis und freute sich, sobald sie auf ihr Erscheinungsbild angesprochen wurde.

Das Gesamtbild des Bergfestes zeigte sich sehr bunt, lebhaft und gut besucht. "Wir haben Glück mit dem Wetter", sagte Pfarrerin Maria Kluge. Sie hatte viele Mitglieder der Gemeinden aus Remlingrade und Dahlerau mit einem großen Netz im Gottesdienst überrascht. Sie bildeten mit Hilfe eines Bandes lange Menschenketten, die in der Kirche vernetzt wurden. "Das war eine schöne Erfahrung. Ich hatte 40 Bänder mitgebracht. Diese waren schnell alle besetzt", sagte Kluge.

Den Gottesdienst gestalteten der Posaunenchor und der Männerchor Cäcilia Vogelsmühle musikalisch. Im Gemeindehaus gab es Frühstück oder Mittagessen. Für Spannung sorgte ein kleiner Losverkäufer. Die sechsjährige "Wuppermaus" Owen Gryska verkaufte die Lose. Am langen Tisch gab es die Sachpreise. Unterdessen gab es auf der Bühne eine bunte Matinee mit Posaunenchor, Männerchor Cäcilia und den Singkreisen der Gemeinden. Auch die Kinder der Kita sangen auf der Bühne. Später gab es eine Versteigerung, auf der Kunstwerke der Kitakinder erworben werden.

(sig)
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