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Radevormwald
Bergischer Landregen macht Pause für Gartentour

Radevormwald: Bergischer Landregen macht Pause für Gartentour
Anne Pieper ist Designerin und ist auch in ihrem großen Garten in der Rader Außenortschaft immer sehr kreativ. FOTO: Martin Kempner
Radevormwald. Genau zur geplanten Öffnungszeit ihrer Gartentür legte der bergische Landregen am Samstagnachmittag und -abend eine Pause ein. Ein buntes, imposantes Farbenspiel bot sich im biologischen Naturgarten am Siepen bei Anne Pieper.

Ihre heimatlichen, aber auch exotischen Pflanzenarten, zeigten sich nach den Regengüssen in vollem Glanz. Die wenigen Gartenbesucher zeigten sich unbeirrt vom Wetter und schienen die etwas abgespeckte Form der Gartenpforten-Öffnung der Naturarena zu genießen. "Bei der großen Aktion habe ich mich einmal nicht angemeldet und wollte eigentlich ein Jahr aussetzen. Doch die Pflanzen, die ich gerne weitergeben möchte, hatte ich in einer großen Zahl. Da habe ich mich für kleinere Aktionen entschieden", sagte die Gartenexpertin. Wegen der Nässe und damit verbundenen Gefahr des Ausrutschens gestaltete die Designerin ihre Gartenwegrunde etwas anders, die Besucher schienen dies nicht zu bemerken. Es stand einmal mehr die Pflanze im Vordergrund. Viele Ableger konnten die Gäste in kleinen Töpfen oder auch als Samen erwerben. "Jetzt, bis Ende August kann noch sehr gut die Goldrute gepflanzt werden", riet Pieper. Sie blühe sehr filigran und gebe dem Beet ein schönes Aussehen. Weiter empfahl sie, bald die Herbst-Astern auszusetzen. "Voraussetzung ist, dass die Astern schon getopft sind. Wenn sie auch noch schön feucht gehalten werden, darf man sich auf eine schöne Blüte freuen."

Aus einem Urlaub hat sie erneut Samen ins Bergische mitgebracht, über dessen Aufzucht sie nunmehr ein waches Auge hat. "Es sind Orchideensamen dabei gewesen. Und sie kommen ...", erzählte sie lachend. Eine Orchideenblüte erwartet Anne Pieper aber erst im nächsten Jahr.

Weiter viel Geduld zeigt sie bei den alpinen Saaten wie dem Pyrenäen-Eisenhut und dem Enzian. Auch da sei Warten angesagt, weil es sich um Kaltkeimer handelt, die eine Temperatur von fünf Grad wünschen, um im nächsten Sommer ihre Pracht zeigen zu können.

Anne Pieper genießt schon morgens auf dem Weg zum kleinen Hühnerstall die Pflanzenpracht. "Ich sehe aber auch gleich, was ich zu erledigen habe, damit die Pracht auch so bleibt", sagte sie. Längere Arbeitspausen seien nicht gegeben. Neben all der Hark- und Pflanzarbeit bereitet sie sich gerade auf einen von ihr angebotenen Kursus zu "Schnitt und Vermehrung" am kommenden Donnerstag, 10. August, vor. Es gibt noch freie Plätze. Weiter plant sie für Montag, 14. August, und Samstag, 2. September, weitere offene Gartenzeiten, jeweils von 16 bis 19 Uhr. Am letztgenannten Termin wird die Designerin auch wieder Gastanbieter im Garten haben. Feine Tonarbeiten und heimatlicher Honig sollen das Angebot erweitern.

Informationen Tel. 02195/ 69277.

(sig)
 
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