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Radevormwald
Betreutes Wohnen bleibt für Rade ein Erfolgsmodell

Radevormwald: Betreutes Wohnen bleibt für Rade ein Erfolgsmodell
Rudi Assauer (2.v.l.) mit Jens Lehmann (r.) mit dem 2008 verstorbenen, damaligen GWG-Geschäftsführer Peter Schultz (2.v.r.) und den Aufsichtsratsmitgliedern Edmund Biekowski (l.) und Ludwig Witasek bei der Vorstellung des Betreuten Wohnen im "Haus am Turm" im Jahr 2000. FOTO: Hans Dörner (Archiv)
Radevormwald. Die Johanniter-Einrichtungen betreuen zurzeit 116 Wohnungen in Radevormwald, die GSWG Senne weitere 53 Einheiten. Von Wolfgang Scholl

Betreutes Wohnen als Mietwohnen mit individueller Unterstützung in zahlreichen Lebenslagen ist in Rade seit vielen Jahren ein Begriff. "Für uns hat sich diese Wohnform als Erfolgsmodell erwiesen", sagt Bernd Kirschsieper, der die Johanniter 116 Wohnungen verwaltet - in Schalksmühle weitere 37. Entstanden ist die Wohnform mit Barrierefreiheit, Aufzügen und einer möglichen Betreuung nach einer Änderung des Pflegegesetzes im Jahre 1996. Seit diesem Zeitpunkt können Menschen ohne Pflegestufe nicht mehr in einem Seniorenhaus aufgenommen werden, wie das früher unter dem Namen Altenheim sehr häufig der Fall war. "Wir bieten unseren Mietern sichere, betreute Strukturen. Für Radevormwald mit einer immer älter werdenden Bevölkerung hat sich dieses Wohnkonzept schnell bewährt", sagt Kottsieper. Er glaubt allerdings, dass der Markt für Betreutes Wohnen ohne Wohnberechtigungsschein abgedeckt ist.

44 Wohnungen gibt es an der Muskatorstraße, 43 an der Kaiserstraße 31 und 29 an der Wiesenstraße 18 (Katharina-von-Bora-Haus). "Wir haben mit drei Investoren zusammengearbeitet", sagt Kottsieper, "an der Kaiserstraße mit Dr. Martin Ottenstreuer, an der Muskatorstraße mit Ina Lange-Buscher und an der Wiesenstraße mit der Martini-Gemeinde". Mit Blick auf die Vermietungen sagt Kottsieper, dass man seit der jeweiligen Eröffnung der Anlage keine Probleme mit einer Vermietung von Wohnungen gehabt habe. Der Vorteil sei, dass man Angebote für Mieter mit unterschiedlichen Einkommen habe. Die Wohnungen an der Muskator- und Kaiserstraße sind frei zu vermieten. Vor jedem Vertragsabschluss gebe es mit dem potenziellen Mieter ein umfangreiches Gespräch, in dem alle Kosten erläutert würden. Bisher habe es in keinem Fall Negativerfahrungen gegeben.

Für die Wohnungen an der Wiesenstraße 18 ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. "Für die Wiesenstraße haben wir längere Wartefristen", sagt Kottsieper. Das können durchaus schon mal bis zu zwei Jahre sein. Für viele Mieter mit diesem Berechtigungsschein sei die Hemmschwelle hin zum "Betreuten Wohnen" nicht groß, vor allem, weil die Wohnungen behindertengerecht ausgestaltet sind. "Ich denke, dass wir in dem Bereich in Radevormwald durchaus noch Bedarf für bis zu 40 Wohnungen haben", sagt Kirschsieper.

Zu den 126 Wohnungen von den Johannitern verwalteten Wohnungen kommen die weiteren 53 im "Haus am Turm" an der Wiesenstraße 21 (26) und an der Ülfestraße 22a (27). Das Haus am Turm gehört jetzt der GSWG Senne, die Anlage an der Ülfestraße 22a der Eigentümergemeinschaft Assauer, Lehmann und Thomalla. Beide Wohnanlagen in unmittelbarer Nähe werden seit 2008 im Auftrag der GSWG Senne von deren 100-prozentiger Tochter OWIT GmbH (Ostwestfälische Immobilien- und Treuhand GmbH) aus Bielefeld verwaltet.

Quelle: RP
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